Bei der Talkshow-Moderatorin Ellen DeGeneres soll es sich um eine leidenschaftliche Pokerliebhaberin handeln. Die 60-jährige US-Amerikanerin ist eigentlich als Gastgeberin der „The Ellen DeGeneres Show“ bekannt und wurde als Komikerin weltberühmt. Wie ein amerikanisches Magazin jetzt berichtete, soll Ellen DeGeneres in ihrer Freizeit jedoch Pokerabende für Hollywoodgrößen veranstalten. Die Berichte darüber überschlagen sich und Aussagen von angeblichen „Insidern“ widersprechen sich zunehmend.

Talkshow-Moderatorin Ellen DeGeneres

Ellen DeGeneres greift privat gerne zu den Karten. (Bild: hrc.org)

Eine Schwäche für Kartenspiele

Ob bei der Berühmtheit zu Hause tatsächlich regelmäßig private High Stakes Pokerevents stattfinden, kann nur vermutet werden. Fakt ist jedoch, dass Ellen DeGeneres gerne Freunde zu Spielabenden einlädt. Von ihrer Frau Portia de Rossi konnte sie sich zum Valentinstag sogar über ein neues Set Spielkarten freuen. Im Interview auf das Präsent für ihre Partnerin angesprochen, sagte Portia de Rossi:

„Ellen spielt überall Poker: zu Hause, auf der Arbeit, sogar im Flieger, wenn sie grade unterwegs ist. Sie wollte immer schon ein zweites Deck haben. Mit einem auffälligen Muster kann sie ihre Gegner außerdem noch besser davon ablenken, wenn sie mal wieder blufft.“

Die amerikanischen Medien zeichnen aktuell ein Bild der TV-Bekanntheit, das sie als leicht reizbare und schnell aufbrausende Gastgeberin darstellt, die ihre Gäste wenig freundlich behandelt. Diese Behauptungen wurden jedoch von anderer Stelle entkräftet. Die 60-Jährige soll zwar hin und wieder Freunde zum Spielen einladen, um einen „High Stakes Hollywood-Pokerring“ soll es sich dabei jedoch nicht handeln.

Wachmann des Las Vegas Attentats zu Gast bei Ellen

Mit ihren Sitcoms „Ellen“ und „The Ellen Show“ und der 2003 folgenden Talkshow „The Ellen DeGeneres Show“ wurde Ellen DeGeneres zu einer festen Größe in Amerikas TV-Landschaft. Als Moderatorin, Synchronsprecherin und Buchautorin feierte sie zudem weitere Erfolge.

In ihrer Show interviewte sie unter anderem einen Wachmann, der während des Attentats in Las Vegas am 1. Oktober 2017 im Mandalay Bay Hotel Dienst hatte und als erstes Opfer von Stephen Paddock von einer Kugel getroffen wurde. Jesus Campos wurde von dem Schuss des Angreifers im Oberschenkel getroffen, warnte jedoch trotzdem noch seine Kollegen vor dem Kugelhagel im 32. Stock des Resorts. Mit Eintreffen der Polizei konnte Stephen Paddock schließlich gestoppt werden. Er tötete 58 Menschen und nahm sich anschließend selbst das Leben.

Echte Poker-Prinzessin kommt ins Kino

Eine Frau, die mit Pokerturnieren in Hollywood tatsächlich reicht geworden ist, ist Molly Bloom. Die US-Amerikanerin galt Mitte der 2000er als eine der einflussreichsten Frauen in der Underground Pokerszene. Als Veranstalterin von High Stakes Pokerabenden für Filmstars, Politiker, Geschäftsleute und Sportler machte sie sich schnell einen Namen und baute ein millionenschweres Geschäft auf. Erst als die russische Mafia ihr Spiel ohne ihr Wissen infiltrierte, musste sich Molly Bloom vor Gericht verantworten.

Der Film „Molly’s Game“ erzählt ihre wahre Geschichte und erscheint am 8. März auch in Deutschland endlich auf der großen Leinwand.

Diese Hollywoodstars wurden als Pokerfans geoutet

Molly Blooms Geschichte und die Vorlage zum Film ist ihr Buch „Molly’s Game“. Darin enthüllt sie, welche Stars an ihren exklusiven Events teilgenommen haben. Unter anderem sollen die Schauspieler Tobey Maguire, Ben Affleck und Leonardo DiCaprio regelmäßig an den Tischen gesessen haben. Rick Salomon, der bei der WSOP 2014 über 2 Millionen Preisgeld gewinnen konnte, soll auch zu Gast gewesen sein. Sportler Alex Rodriguez sowie Mary-Kate und Ashley Olsen sollen ebenfalls anwesend gewesen sein, doch mehr zugeschaut als selbst gespielt haben.