KSA-Chef fordert Glücksspiel-Interpol gegen Schwarzmarkt
Posted on: 25/11/2025, 02:24h.
Last updated on: 24/11/2025, 12:29h.
- Direktor der KSA fordert Bildung einer Glücksspiel-Interpol.
- Nur mit internationaler Kooperation bestehe Chance gegen Schwarzmarkt.
- Groothuizen sieht auch Finanzdienstleister in der Pflicht.
Nicht nur in den Niederlanden hat sich das Online-Glücksspiel in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Damit einher geht jedoch auch eine wachsende Aktivität illegaler Betreiber. Um diese effektiver stoppen zu können, fordert der Direktor der Glücksspielbehörde die Bildung einer Glücksspiel-Interpol.

Ende vergangener Woche warnte Kansspelautoriteit-Direktor Michel Groothuizen vor den Gefahren des ausufernden Schwarzmarktes. Seiner Ansicht nach sind die nationalen Aufsichtsbehörden mit der Zurückdrängung dieser kriminellen Aktivitäten überfordert.
Als Grund für den in einigen Regionen aussichtslos erscheinenden Kampf gibt Groothuizen die internationale Vernetzung der illegalen Anbieter an. Diese säßen vielfach an Standorten, auf die von den nationalen Behörden nicht oder nur sehr schwer zuzugreifen sei. Aus diesem Grund sei die Verfolgung äußerst komplex. Eine international agierende Behörde könnte hier Abhilfe schaffen.
Groothuizen erklärte:
Die Lösung liegt nicht in der getrennten Durchsetzung durch die Regulierungsbehörden in den verschiedenen europäischen Ländern, die alle nur begrenzte Stärke haben, sondern in der Zusammenarbeit. Wir müssen gemeinsam als eine Art Glücksspiel-Interpol agieren.
Dabei sieht der KSA-Direktor die großen Tech-Konzerne sowie Finanzinstitute ebenfalls in der Pflicht. Ohne die IT-Plattformen besäßen die kriminellen Netzwerke schließlich keine Sichtbarkeit. Dazu würde die Verweigerung von Zahlungsoptionen die Transaktionsmöglichkeiten illegaler Websites nachhaltig unterbinden.
In vielen Ländern ähnliche Probleme.
Groothuizen begründet seine Forderung mit den vergleichbaren Problemen, denen sich die Glücksspielbehörden der verschiedenen Länder stellen müssen. Dazu gehört, dass viele der Betreiber gleich in mehreren internationalen Märkten aktiv sind.
Der KSA-Chef sagt dazu:
Von den 20 größten illegalen Anbietern in Großbritannien sind sechs auch in den niederländischen Top 10. Die Bündelung unseres und britisches Wissen über diese illegalen Betreiber macht uns sowohl stärker als auch hoffentlich effektiver.
Deshalb habe man im Oktober eine Vereinbarung mit den Briten getroffen. Darin gehe es um die gemeinsame Gestaltung der Abwehrmaßnahmen. Laut Groothuizen soll dies jedoch erst der Anfang der länderübergreifenden Arbeit sein.
Nur gemeinsam hätten die Behörden die Chance, einen gesunden, sicheren und fairen Online-Glücksspielmarkt aufrechtzuerhalten. Es gehe darum „den illegalen Sektor daran zu hindern, das Spiel zu gewinnen”, so das Fazit des KSA-Vorsitzenden.
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