33,5 Mio. Euro Glücks­spiel-Geld­stra­fen in Spanien

Posted on: 26/11/2025, 09:15h. 

Last updated on: 26/11/2025, 10:59h.

  • In Spanien wurden millionenschwere Glücksspiel-Geldstrafen verhängt.
  • Behörde verlangt insgesamt 33,5 Mio. Euro.
  • 26 Betreiber von Sanktionen betroffen.

In Spanien sind hohe Geldstrafen bei Verstößen im Bereich Glücksspiel nichts Ungewöhnliches. Das mussten viele Betreiber dieser Woche erneut schmerzhaft erkennen, denn die Glücksspielbehörde sanktionierte über zwei Dutzend von ihnen mit Strafbefehlen in zweistelliger Millionenhöhe.

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Die Behörde ordnete erneut harte Sanktionen an (Bild: DGOJ)

Insgesamt rügte die spanische Glücksspielaufsicht 26 Anbieter aufgrund von 32 schwerwiegenden und sehr schwerwiegenden Verstößen. Dafür sprach sie Geldstrafen in Höhe von 33.503.000 Euro aus. Hinzukommt die Sperrung von sechs Glücksspiel-Websites.

Die Dirección General de Ordenación del Juego stellte sechs als sehr schwerwiegend eingestufte Delikte fest. Diese wurden bei ausländischen Online-Glücksspielanbietern festgestellt, die ohne Lizenz in Spanien tätig sind.

Die nun ausgesprochenen Geldbußen reihen sich ein in die harten Sanktionen, die die DGOJ in diesem Jahr bereits verfügte. Insgesamt summieren sich die 2025 verhängten 58 Sanktionen auf eine Höhe von fast 111 Mio. Euro.

Auf die unlizenzierten Betreiber entfällt ein Großteil der Strafsumme. Für die sechs Delinquenten ist eine Geldstrafe von jeweils 5 Mio. Euro vorgesehen.

Bei den betroffenen Unternehmen handelt es sich laut Behörde um XYZ Entertainment, Moonrail Limited, EOD Code SRL, Samaki, Lone Rock Holdings und Novaforge. Eine Sperrung ihrer spanischen Websites erfolgte bereits.

Geldbußen gegen lizenzierte Betreiber

Doch auch lizenzierte Betreiber von Online-Glücksspiel sind von den Geldbußen betroffen. Wegen Mängeln bei den technischen Anforderungen erhielten diese Strafbefehle in sechsstelliger Höhe.

So müssen unter anderem 888 (250.000 Euro) oder Beatya (300.000 Euro) aufgrund fehlerhafter IT- und Kommunikationssysteme Geld an den spanischen Staat bezahlen.

Darüber hinaus wurden Verstöße gegen den Spielerschutz geahndet. Die DGOJ erklärt dazu:

Betfair wurde seinerseits mit einer Geldstrafe von 100.000 Euro belegt, weil es seinen gesetzlichen Verpflichtungen in Bezug auf verantwortungsbewusstes Spielen und den Schutz der Spieler nicht nachgekommen ist.

Die Behörde bekräftigte ihren Willen, Verstöße seitens lizenzierter oder nicht lizenzierter Betreiber auch künftig hart zu sanktionieren. Damit führt sie ihre rigide Strategie der vergangenen Jahre fort.

So wurden seit Juli 2021 insgesamt 212 Sanktionen wegen teils gravierender Verstöße verhängt. Die Staatskasse profitierte davon erheblich, denn die Geldstrafen belaufen sich auf annähernd eine halbe Milliarde Euro.