James Packer und Russell Crowe kooperieren für skandal­freies Rugby

Veröffentlicht am: 5. März 2021, 11:42 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 5. März 2021, 02:00 Uhr.

In Australien haben Casino-Mogul James Packer und Filmstar Russell Crowe ein Lehr-Projekt für junge Rugby-Spieler gestartet. Die beiden Rugby-Fans möchten den Sport von Skandalen und seinem schlechten Image befreien.

Rugby Russell Crowe
Russell Crowe ist Miteigner eines Rugby-Teams (Bild: Flickr/Mathew F, Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0)

Crown Resorts Miteigentümer Packer und Oscar-Gewinner Crowe wollten der langen Liste an Vorfällen, bei denen Spieler aus Australiens höchster Rugby-Liga NRL wegen Pöbeleien, Schlägereien und Drogenvergehen immer wieder negativ in der Presse auftauchen, ein Ende setzen. Deshalb gründeten sie nun das Programm “Connect, Respect and Resilience“.

Ziel des Programmes ist, Jugendlichen bereits vor Beginn ihrer Karriere soziale Werte zu vermitteln, damit diese später gar nicht erst in Versuchung kommen. Mit Geldern aus dem Projekt werden in den kommenden drei Jahren Psychologen und Sozialarbeiter finanziert. Diese Experten sollen Clubs im Raum Sydney bei der Jugendarbeit unterstützten.

Crowe und Packer eint nicht nur ihre große Begeisterung für das Rugby. Gemeinsam sind sie Mehrheitseigner des 21-maligen australischen Meisters South Sydney Rabbitohs. Der 1908 gegründete Club stellt eines der bekanntesten und populärsten Teams der NRL. Es trägt seine Spiele im bis zu 82.000 Zuschauer fassenden ANZ Stadium, Sydneys ehemaligem Olympiastadion, aus.

Der Grund für die Zusammenarbeit liegt australischen Medien zufolge rund ein Jahr zurück. Als vor zwölf Monaten erneut ein Spieler wegen schlechten Benehmens in die Schlagzeilen geraten war, habe ein reger SMS-Austausch zwischen Crowe und Packer begonnen.

Ziel: Ein Ende der schlechten Presse

Beide seien wütend über die wiederholten Negativschlagzeilen gewesen und Crowe habe beschlossen, etwas dagegen zu unternehmen. Sie seien zum Schluss gekommen, dass junge Spieler früher erreicht werden müssten, um ein schlechtes Verhalten gar nicht erst entstehen zu lassen.

Deshalb sollen Spieler ab 13 Jahren künftig lernen, sich Frauen und Minderheiten gegenüber korrekt zu benehmen. Zudem werde es Schulungen zur Verhinderung von Drogenkonsum und übermäßigem Glücksspiel geben.

Als es um die Finanzierung des millionenschweren Projektes gegangen sei, habe Casino-Eigner Packer dem Filmstar geschrieben:

Du wirst mich jetzt bitten, dieses verdammte Ding zu finanzieren, oder?

Crowes Antwort darauf sei ein knappes “Ja” gewesen.

Nachdem sie auch Rabbitohs-Chef Blake Solly ins Boot holten, habe die Gründung des Projektes festgestanden. Viele der Kinder bräuchten Unterstützung, so Crowe. Diese solle ihnen das Programm bieten.