Hohe Verluste: Mil­liar­där ver­klagt Star Casino auf 57 Mio. AUD

Posted on: 02/09/2025, 09:37h. 

Last updated on: 02/09/2025, 09:37h.

  • Milliardär verklagt Star Entertainment auf 57 Millionen AUD wegen hoher Casino-Verluste.
  • Der Mann setzte über 2 Mrd. AUD im Star Sydney.
  • Konzernverlust im abgelaufenen Geschäftsjahr bei annähernd 500 Mio. AUD.

Für den kriselnden australischen Glücksspielkonzern scheinen die wirtschaftlichen und juristischen Probleme nicht enden zu wollen. Nun wurde Star Entertainment von einem Milliardär wegen hoher Casino-Verluste zur Rückzahlung von 57 Mio. AUD (32 Mio. Euro) verklagt.

The Star-Logo auf Gebäude
Der Casino-Konzern ist unter Druck (Bild: Flickr/Simon_sees, CC BY 2.0)

Der chinesisch-stämmige Milliardär Phillip Dong Fang Lee verlangt von dem Unternehmen die zweistellige Millionensumme aufgrund seiner hohen Verluste, die er in den vergangenen Jahrzehnten unter anderem im Flaggschiff-Casino The Star Sydney angehäuft hatte. Bis 2022 soll er dort die gigantisch anmutende Summe von 2,25 Mrd. AUD gesetzt haben.

Seine Klage begründet Lee mit der Ausnutzung seiner “pathologischen Spielsucht” durch das Casino. Dem Betreiber sei dies bekannt gewesen, trotzdem sei er immer wieder durch finanzielle oder luxuriöse Zuwendungen zum Spielen animiert worden.

Darüber hinaus wirft der Milliardär Star vor, seine anfangs ungenügenden Englischkenntnisse ausgenutzt zu haben. Demnach habe er mehrfach Quittungen über erhaltene Jetons unterschrieben, ohne deren Inhalt zu verstehen.

Über die Erfolgsaussichten der Klage kann derzeit nur spekuliert werden. Die Intention des Klägers scheint hingegen keinen finanziellen Hintergrund zu haben.

Lee betonte, mögliche Rückzahlungen nicht für sich selbst verwenden zu wollen. Stattdessen solle das Geld für karitative Spielerschutz-Organisationen gespendet werden.

Knapp eine halbe Milliarde Verlust

Star Entertainment hat derweil nicht nur mit dem unzufriedenen Spieler Probleme. Auch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Casino-Konzerns werden nicht kleiner. Im am 30. Juni endenden Geschäftsjahr erlitt das Unternehmen einen Verlust von 471,5 Mio. AUD.

Ausschlaggebend dafür waren die rasant sinkenden Umsätze. Diese gingen im Jahresvergleich konzernweit um 29 % zurück.

Besonders stark traf es den Glücksspielbereich. Bei den Bruttospielerträgen musste das Unternehmen für den Zeitraum ein Minus von 37 % vermelden.

Der Glücksspielkonzern führt die herben Verluste auf regulatorische Maßnahmen zurück. Demnach hätten Einschränkungen bei Einsatzlimits sowie die neue Spieler-ID an Spielautomaten auf die Marge gedrückt.

Die geschäftliche Unsicherheit sorgt laut Star-Management weiterhin dafür, dass die Aussichten auf eine Erholung ungewiss sind. Die nun erhobene Klage des Milliardärs dürfte nicht dazu beitragen, mögliche Investoren von einem Einstieg beim taumelnden Casino-Giganten zu überzeugen.