Rückschlag für Ex-Präsident Trump: Keine Lizenz für Casino in Florida

Veröffentlicht am: 10. Mai 2021, 12:50 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 10. Mai 2021, 01:21 Uhr.

Am vergangenen Freitag haben Politiker in Florida Donald Trump die Zusage verweigert, in sein Golf Resort Trump National Doral ein Casino zu integrieren. Damit musste der Ex-Präsident nach seiner Wahlniederlage im November einen weiteren Rückschlag hinnehmen.

Trump National Doral
Ins Trump National Doral kommt vorerst kein Casino. (Bild: Flickr/NSA Florida, Lizenz: CC BY 2.0)

Trump und sein Management hatten in den vergangenen Monaten einen möglichen Casino-Betrieb im Doral ins Spiel gebracht. In einem Interview mit dem News-Sender CBS erteilte Wilton Simpson, Senatspräsident des Sunshine States, diesem Plan nun jedoch eine Absage.

Casino vorerst nicht auf der Tagesordnung

In dem Interview erklärte Simpson seine harte Haltung gegenüber dem Glücksspiel. Auf die Frage, ob der Senat in seiner kommenden, Mitte Mai stattfindenden Sondersitzung zum Thema Glücksspiel über das Trump-Projekt diskutieren werde, sagte der einflussreiche Politiker:

Ich glaube nicht, dass dies in dieser Sondersitzung in Betracht gezogen wird. Ich weiß sogar, dass es nicht so ist. Wir haben gestern dazu telefoniert und würden diese Art von Aktivität verbieten.

Mit dem Verbot bezog sich Simpson nicht nur auf das Trump Doral. Darüber hinaus wies er die Pläne des Casino-Moguls Jeffrey Soffer, eine bestehende Casino-Lizenz an einen anderen Ort umzuziehen, ebenfalls zurück.

Soffer betreibt in Hallandale Beach das Big Easy Casino. Er plant jedoch, die Glücksspiellizenz aus dem Küstenort abzuziehen und ins nur wenige Kilometer weiter südlich gelegene Miami Beach zu verlegen.

Dort besitzt der Unternehmer das luxuriöse Fontainebleau Resort, in dem er sich eigenen Angaben zufolge einen lukrativeren Casino-Betrieb vorstellen könne.

Um sein Vorhaben zu realisieren, startete Soffer bereits vor Monaten eine kostspielige Lobby-Kampagne, bei der er führenden Politiker des Bundesstaates umgarnte, um sie von seinen Plänen zu überzeugen. Neben Spenden-Dinners und Wahlkampfhilfen sollen dazu auch Einladungen auf seine über 270 Millionen USD teure Luxusyacht erfolgt sein. Dort habe Soffer die Entscheidungsträger mit Berühmtheiten wie Football-Star Tom Brady bekanntgemacht.

Nach jetzigem Stand scheinen sowohl Soffers als auch Trumps Bemühungen vorerst zum Stillstand gekommen zu sein. Doch zumindest Soffer hat bereits weitergehende Glücksspiel-Pläne. So plane er in Las Vegas ein großes Investment an dem The Drew genannten Casino-Projekt.