21 Jahre: Höhe­res Min­dest­alter für On­line-Glücks­spiel in Rumänien?

Posted on: 07/11/2025, 09:53h. 

Last updated on: 07/11/2025, 09:53h.

  • In Rumänien ist ein höheres Mindestalter für Online-Glücksspiel im Gespräch.
  • Politiker fordern eine Anhebung von 18 auf 21 Jahre.
  • Vorbilder sind Länder wie Belgien und Griechenland.

Wenn es um die Gefährdung durch Glücksspielangebote geht, steht die junge Zielgruppe in besonderem Fokus. Dies ziehen nun auch Politiker in Rumänen in Betracht, die über ein höheres Mindestalter für Online-Glücksspiel diskutieren.

Haus mit rumänischer Fahne
Kommt es auch in Rumänen zu einer Anhebung? (Bild: Pixabay)

Im Gespräch ist eine Anhebung von den aktuell geltenden 18 Jahren. Künftig soll das Spiel gegen Geld im Internet in dem Land nur noch für Nutzer ab 21 Jahren möglich sein.

Die Befürworter argumentieren mit einem besseren Spielerschutz für jüngere Menschen. Diese seien in ihrem Alter besonders anfällig für Risiken wie Problemspiel oder finanzielle Verluste.

Raluca Turcan von den rumänischen Liberalen erklärte zu der Initiative:

Die jungen Jahre sind eine der fragilsten Phasen des Lebens (…) Die Glücksspielbranche, die auf Überzeugungsmechanismen und ausgefeilten psychologischen Techniken basiert, zielt genau auf diese gefährdete Gruppe ab.

Eine Anhebung des Mindestalters für Glücksspiel verschaffen jungen Erwachsenen die notwendige „Phase der emotionalen und finanziellen Reifung“, so die Politikerin. Aus diesem Grund reichte sie am 5. November einen entsprechenden Antrag im Parlament ein.

Turcan und andere Befürworter einer Anhebung begründen den Antrag mit den positiven Erfahrungen in anderen Ländern. Demnach habe die Entwicklung in Belgien oder Griechenland gezeigt, dass Jüngere durch diese Maßnahme erheblich besser geschützt werden.

Schärfere Werberegeln

Neben dem höheren Einstiegsalter fordern Turcan und ihre Mitstreiter strengere Regeln für die Glücksspielwerbung. Dies bezieht sich insbesondere auf die Uhrzeiten, in denen das Online-Marketing erlaubt sein soll.

Ähnlich wie in anderen Ländern soll die Werbung tagsüber nach Möglichkeit verhindert werden. Laut Antrag wäre dies zwischen 6.00 Uhr und Mitternacht der Fall. Gleichzeitig würde es Prominenten wie Influencern und Sportlern künftig untersagt, für Glücksspiel zu werben.

Ob es tatsächlich zu den gewünschten Verschärfungen bei Werbung und Mindestalter kommt, liegt nun an der Regierung. Die Aufsichtsbehörde ONJN zeigte sich in der vergangenen Woche bereits aktiv bei der Regulierung des Glücksspiels.

So verbot sie der Prognoseplattform Polymarket den Geschäftsbetrieb in Rumänien. Gut möglich, dass sie den Forderungen aus der Politik ebenfalls offen gegenübersteht.