IP-Sperren und Wett­verbote: Wie Beamte am Glücks­spiel gehindert werden

Posted on: 22/07/2025, 06:10h. 

Last updated on: 22/07/2025, 06:18h.

  • Um Beamte am Glücksspiel zu hindern, setzen Behörden einiger Länder auf besondere Methoden.
  • In Simbabwe ist Polizisten der Zutritt zu Wettbüros und Casinos verboten.
  • Auf den Philippinen sollen Netzsperren die Mitarbeiter vom Online-Spiel abhalten.

Weltweit kommt es sicher in vielen Unternehmen vor, dass Beschäftigte während ihrer Arbeitszeit heimlich Glücksspiel nutzen. In dieser Woche stellten die Behörden von zwei Ländern vor, wie sie Beamte daran hindern wollen, am landbasierten oder Online-Glücksspiel teilzunehmen. Dabei setzen sie auf klassische Verbote bzw. auf moderne Netzsperren.

Casino-Spiele, Flaggen von Simbabwe und Philippinen
Die Behörden wollen das Spiel verhindern (Bild: Pixabay)

Im afrikanischen Simbabwe waren die sozialen Netzwerke Auslöser entsprechender Maßnahmen. Dort waren Polizisten dabei gefilmt worden, wie sie während ihrer Arbeitszeit Wettbüros und Casinos aufsuchten, um in diesen zu zocken.

Daraufhin reagierte die Innenbehörde umgehend und sprach ein entsprechendes Verbot aus. Den Beamten ist es nun offiziell untersagt, diese Spielstätten während ihrer Arbeitszeit ohne dienstlichen Anlass zu betreten.

Der Polizeichef des Landes, Paul Nyathi, erklärte zur Begründung:

Dies wirft kein gutes Licht auf die Polizei, und von einem solchen Verhalten wird dringend abgeraten. Daher muss jeder, der dabei erwischt wird, mit Disziplinarmaßnahmen rechnen.

Nyathi drohte bei Verstößen ernsthafte Konsequenzen an. Wie diese aussehen könnten, ließ der leitende Beamte allerdings offen.

Netzsperren auf den Philippinen

Auf der philippinischen Insel Cebu gehen die Behörden einen anderen Weg. In der Metropole Cebu City soll das Online-Glücksspiel der Beamten während ihrer Arbeitszeit mithilfe von Netzsperren verhindert werden.

Die Stadtregierung will die missliebigen Websites dafür möglichst bald auf allen internen Netzwerken blockieren. Darüber hinaus soll die Nutzung von VPNs unmöglich gemacht werden.

In einer Erklärung der Stadt heißt es:

Es gibt wachsende Bedenken hinsichtlich des Missbrauchs von staatlich bereitgestellten Internetverbindungen für den Zugriff auf Online-Glücksspielseiten und -anwendungen, was zu Problemen wie Sucht, finanziellen Schwierigkeiten, moralischem Verfall und verminderter Produktivität führen kann.

Um das Verbot effektiv durchzusetzen, geht die Regierung gegen VPNs vor. Diese würden in zunehmendem Maße genutzt, um die herrschenden Glücksspielbeschränkungen zu umgehen, so die Politiker.

Wie in Simbabwe drohen für Beamte, die während ihrer Arbeitszeit am Glücksspiel teilnehmen, dienstliche Konsequenzen. Demnach werden Verstöße mit Verwaltungsstrafen gemäß den Vorschriften für den öffentlichen Dienst geahndet, was bis hin zur Entlassung führen kann.