Laut Regierung 500.000 Problemspieler in Dänemark
Posted on: 18/09/2025, 07:38h.
Last updated on: 18/09/2025, 07:38h.
- In Dänemark gibt es laut Auskunft von Regierungsvertretern eine halbe Million Problemspieler.
- Steuerminister Rasmus Stoklund fordert Diskussion über Reform des Glücksspielrechts.
- Neben Spielsuchtgefahr steht dabei die Verschärfung der Werberegeln im Fokus.
In Dänemark sind Glücksspielnutzung und -umsätze zuletzt weiter gestiegen, wodurch auch die Zahl der Problemspieler zunahm. Die Regierung beziffert deren Anzahl aktuell auf annähernd 500.000 betroffene Personen.

Diese Aussage tätigte der dänische Steuerminister Rasmus Stoklund vor wenigen Tagen. Ihm zufolge besteht bei der halben Million Dänen die eine oder andere Form eines problematischen Spielverhaltens.
Aus diesem Grund gebe es innerhalb der Regierung Konsens in der Frage, dass das Glücksspielrecht reformiert werden müsse. In dieser Hinsicht weiß sich der Minister zudem auf einer Wellenlänge mit Spielerschützern und Vertretern der Oppositionsparteien.
Stoklund stellte gegenüber Medien fest:
Viel zu viele Dänen haben Probleme mit Glücksspielen, und einige sind sogar regelrecht spielsüchtig. Das kann schwerwiegende Folgen für die Spieler selbst, aber auch für ihre Familien und Beziehungen haben.
Um der wachsenden Gefahr effektiv zu begegnen, seien nachhaltige Lösungen gefragt, so Stoklund. Nun gehe es darum, in Regierungskreisen offen über dieses Thema zu diskutieren.
Dreistufiger Ansatz für mehr Spielerschutz
Zur Reduzierung der Problemspieler in Dänemark soll ein dreistufiger Ansatz verfolgt werden. Zum einen geht es um bessere Methoden der Prävention von glücksspielbedingten Fehlentwicklungen.
Darüber hinaus sollen Betroffene mehr Unterstützung erhalten. Schließlich plant die Regierung strengere Vorschriften für die Vermarktung des Glücksspiels.
Der Steuerminister betonte in diesem Zusammenhang:
Prävention ist von zentraler Bedeutung, um sicherzustellen, dass weniger Dänen Glücksspielprobleme entwickeln. Ich bin auch daran interessiert, dass wir wirksame und gezielte Instrumente für diejenigen bereitstellen, die bereits Probleme mit dem Glücksspiel haben.
Es geht dabei darum, mehr finanzielle Mittel für die Behandlung von Spielsucht und bessere Bedingungen in Therapieeinrichtungen bereitzustellen. Außerdem will der Minister die Werbung der Betreiber einschränken. Das gilt insbesondere für Marketingkampagnen von Buchmachern während großer Sportveranstaltungen.
Denkbar wäre dabei analog zu Großbritannien ein „Whistle-to-Whistle”-Bann für Glücksspielwerbung vor und während von Sportübertragungen im Fernsehen. Ob sich der Minister mit seinen weitreichenden Forderungen für mehr Spielerschutz in der Regierung durchsetzen kann, werden die kommenden Monate zeigen.
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