Vom 13. bis 23. Februar 2019 findet im Aria Casino Las Vegas die jährliche US Poker Open statt. Die High Roller-Pokerturnierserie besteht aus 10 Events mit Buy-ins zwischen 10.000 US-Dollar (ca. 8.900 Euro) und 100.000 US-Dollar (89.000 Euro).

Aria Casino bei Tag

Das Aria Casino in Las Vegas. Hier findet die US Poker Open 2019 statt. (Quelle: Flickr)

Mit von der Partie ist die Crème de la Crème der Pokerszene. Prominente Spieler wie Erik Seidel (59), Joseph Cheong (32) und Justin Bonomo (33) trafen bereits im Event #1, einem No-Limit Hold´em-Turnier mit einem Buy-in in Höhe von 10.000 US-Dollar (ca. 8.900 Euro), aufeinander.

Ein starkes Feld beim ersten Event

Für das erste Turnier der US Poker Open 2019 registrierten sich insgesamt 90 Teilnehmer, die ein Preispool von 900.000 US-Dollar (ca. 820.000 Euro) generierten.

Alle Spieler starteten das Turnier mit 125.000 Chips, was 125 Big-Blinds entsprach. Außerdem hatten die Teilnehmer, die früh all ihre Chips verloren, die Möglichkeit eines Re-Entry bis zum Level 9.

Logo US Poker Open

Das Logo der US Poker Open (Quelle: Wikipedia)

An Tag 1 ging der Amerikaner Joseph Cappello früh in Führung. Der Pokerprofi aus New Rochelle, New York, gewann bereits als 2 Millionen US-Dollar (ca. 1.7 Millionen Euro) in Preisgeldern und baute in nur kurzer Zeit einen beachtlichen Stack auf.

60.000 Chips bekam Cappello von Landsmann Tim Reilly, der zugleich Cappellos erstes Opfer wurde. Im Level 15 war es dann Pokerprofi und Harvard-Referent Brandon Adams (40), der mit einem Trilling Neunen gegen Cappellos Flush unterlag und 1000.000 Chips abgab.

Und auch die Deutschen sahen gegen Cappello an diesem Tag keinen Stich. In seiner letzten Hand verlor Manig Loeser (30) aus Bad Homburg mit Kh-6c gegen Cappellos 5s-3h.

Joseph Cappello konnte seinen Chiplead zwar nicht bis zum Finaltisch retten, dafür wurde er in der Position des Chipleaders von einen anderen Joseph beerbt: Joseph Cheong.

Cheong ist ein Veteran bei Highstakes-Pokerturnieren und gewann in seiner Karriere über 13 Millionen US-Dollar (ca. 10.5 Millionen Euro). Der gebürtige Südkoreaner feierte seinen größten Erfolg während der World Series of Poker 2010. Im Main Event landete der Pokerprofi auf Platz 3 und durfte sich über einen Gewinnsumme von 4.13 Millionen US-Dollar (ca. 3.55 Millionen Euro) freuen.

Das ist die US Poker Open 2019

Die US Poker Open (Link auf Englisch) findet seit 2018 statt. Die High Roller-Turnierserie besteht aus 10 Events und wird im Aria Resort & Casino veranstaltet. Neben Auszeichnungen und Preisgeldern für den Sieg in einem Einzelturnier wird jährlich ein Gesamtsieger gekürt.

Im Jahre 2018 ging die Auszeichnung für den besten Turnierspieler an Stephen Chidwick (29) aus England. Chidwick allein gewann zwei Turniere und ein Preisgeld von insgesamt 1.2 Millionen Dollar (ca. 1 Millionen Euro).

Cheong hatte beim Auftakt-Event der US Poker Open 2019 nicht nur die richtigen Karten, sondern spielte seine guten Instinkte aus. Eine sensationelle Hand ereignete sich kurz vor dem Final Table gegen seinen Namensfetter Joseph Capello.

Nachdem Capello auf einem Board von 9d-6d-3h-Kd-As auf Flop, Turn und River gesetzt hatte, callte Cheong die River-bet nach langem Nachdenken und zeigte im Showdown 7s-3s für ein geflopptes Button-Pair. Cappelos Karten wanderten in den Muck.

Ein spektakulärer Call, der Cheong 600.000 Chips bescherte.

Am Final Table dominierte dann aber wieder einmal Stephen Chidwick aus England. Er setzte sich gegen verbleibende Kontrahenten wie Cheong und Cappello durch und traf im Heads-up schließlich auf Sean Winter. Nach nur wenigen Händen kam es zum entscheidenden Showdown.

Chidwick deckte ein Full House auf, während Winter nur eine Straße zeigen konnte. Damit war Chidwick um ein Turnierpreisgeld von 241.000 US-Dollar (ca. 213.000 Euro) reicher.

Pot Limit Omaha auf Highstakes-Niveau

Pot Limit Omaha (PLO) gehört zu den Turnierdisziplinen, die immer beliebter werden, aufgrund der hohen Varianz aber auch Nerven kosten können.

Beim PLO-Event mit einem Buy-in von 10.000 US-Dollar (ca. 8.900 Euro) begegneten sich einige der besten Omaha-Spezialisten der Welt. Darunter Hedge Fund Manager Dan Shak (60) und Wissenschaftler Brandon Adams.

Sie kämpften um ein Siegpreisgeld von 179.200 US-Dollar (ca. 158.000 Euro).

Am besten startete Adams in den Tag, der Highstakes Cashgame-Spieler Mack Lee all seine Chips abnahm und bei 17 verbleibenden Spielern einen deutlich Chiplead hatte.

Am Finaltisch kam es dann zu Auseinandersetzungen zwischen Manig Loeser und Jordan Cristos, bei denen der Deutsche den Kürzeren zog.

Am Ende gewann Cristos den PLO-Titel und eine Siegprämie von 179.200 US-Dollar (ca. 158.000 Euro).

Short Deck-Action im Turnierformat

Short Deck Poker ist für vielen Turnierorganisatoren noch immer etwas Neues. Die US Poker Open-Veranstalter haben sich jedoch dazu entschieden, das Format ins Programm aufzunehmen.

Was ist Short Deck Poker?

Short Deck Poker ähnelt dem No Limit Hold´em (NLH). Im Gegensatz zu NLH wird Short Deck Poker allerdings nur mit 36 Karten, den Blättern 6 bis Ass, gespielt. Die Handwertungen verändern sich dadurch. Beim Short Deck Poker ist ein Flush stärker als ein Full House, ein Drilling stärker als eine Straße.

Das Short Deck-Turnier mit einem Buy-in von 10.000 US-Dollar startete Samstagnacht. Die ersten Chip-Counts werden im Laufe des Tages erwartet.

Die weiteren Turnier-Highlights im Überblick

Zu den weiteren Highlights der Turnierserie zählen ein 25.000 US-Dollar (ca. 22.000 Euro) No-Limit Hold´em-Event, welches heute startet und ein 50.000 US-Dollar No-Limit Hold´em-Event (ca. 44.000 Euro), das am kommenden Freitag beginnt.

Für das Main Event, das am 22. Februar 2019 anfängt, wird eine Startgebühr in Höhe von 100.000 US-Dollar (ca. 89.000 Euro) aufgerufen.