EGBA fordert Standard für Schadensfaktoren beim Online-Glücksspiel
Posted on: 19/09/2025, 01:18h.
Last updated on: 19/09/2025, 07:40h.
- Glücksspielverband EGBA fordert die Einführung eines europäischen Standards für Schadensfaktoren beim Online-Glücksspiel.
- Ziel ist Erstellung von Verhaltensindikatoren, die auf problematisches Spielverhalten hindeuten.
- Aufruf an Delegierte der nationalen Normungsgremien zur Unterzeichnung von Petition.
In vielen europäischen Ländern boomen die Geschäfte von Sportwetten und Casinos im Internet. Damit sind jedoch auch Gefahren für anfällige Spieler verbunden. Um diese künftig besser benennen zu können, fordert der europäische Glücksspielverband EGBA die Einführung eines Standards für Schadensfaktoren beim Online-Glücksspiel.

Die European Gaming and Betting Association veröffentlichte ihren Aufruf wenige Tage vor Ablauf einer Frist. Bis zum 25. September 2025 sollen die Delegierten der nationalen Normungsgremien für einen einheitlichen europäischen Standard für Schadensindikatoren stimmen.
Laut Verband soll mithilfe der Norm eine Liste von Verhaltensindikatoren erstellt werden, die in auf riskantes oder problematisches Spielverhalten hindeuten. Zu diesen Indikatoren zählen laut EGBA bspw. Veränderungen in der Geschwindigkeit, der Zeit und der Dauer des Online-Spiels.
Diese sieht der Verband als wichtige Tools, um frühzeitige Schadensprävention beim Online-Glücksspiel zu ermöglichen. EGBA-Generalsekretär Maarten Haijer erklärte dazu:
Die Abstimmung ist ein Meilenstein für mehr Sicherheit beim Glücksspiel in Europa. Diese von der EGBA vorgeschlagene Initiative ist ein Paradebeispiel für die Art von Zusammenarbeit, die wir brauchen. Sie bringt Interessengruppen zusammen, um Wissen und Erfahrungen auszutauschen und etwas zum Wohle aller zu schaffen.
Er fordere die nationalen Delegierten deshalb dazu auf, diesen wichtigen Standard zu verabschieden, so Haijer. Dieser trage zu einem besseren Verständnis von problematischem Spielverhalten bei und unterstütze einen wirksameren Spielerschutz in ganz Europa.
Wichtige europaweite Initiative
Die EGBA preist das Projekt als gelungenes Beispiel für einen kooperativen Ansatz, den sichereres Online-Glücksspiel benötigt. Dabei seien Beteiligte von Gruppen wie Wissenschaftlern, Glücksspielbehörden, Betreibern und Spielerschützern involviert gewesen.
Es gelte, die bisherigen spezifischen Ansätze zu vereinheitlichen. Dazu erklärt der Verband:
Derzeit verwenden zwar viele Organisationen, darunter auch Anbieter, Schadensindikatoren im Rahmen ihrer Bemühungen um sichereres Glücksspiel, es gibt jedoch keinen allgemein anerkannten Rahmen, der definiert, welche Verhaltensweisen als Schadensindikatoren gelten.
Es gehe nun darum, diese kritische Lücke zu schließen. Dies könne durch Erstellung einer einheitlichen, evidenzbasierten Liste von Verhaltensindikatoren geschehen.
Die Folge wäre eine frühzeitigere und einheitlichere Erkennung von riskantem Spielverhalten über Anbieter und Grenzen hinweg. Dies könne laut EGBA dazu beitragen, den Spielerschutz europaweit zu stärken.
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