Zwischenbericht: Française des Jeux reagiert mit Sparplan auf eingebrochene Umsätze

Veröffentlicht am: 21. April 2020, 01:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 21. April 2020, 01:30 Uhr.

Die französische Lotterie-Gesellschaft Française des Jeux (FDJ) hat einen Zwischenbericht zur Lage des Unternehmens angesichts der Corona-Krise vorgelegt. Diesen hat die FDJ heute Morgen auf ihrer Webseite veröffentlicht.

Lottoannahmestelle
Lottoannahmestellen haben hohe Verluste erlitten (pxhere.com)

Umsatzeinbruch infolge der Corona-Pandemie

Aufgrund der Corona-Pandemie habe die Française des Jeux erhebliche Umsatzrückgänge verzeichnet, wie aus der Pressemitteilung [Seite auf Französisch] hervorgeht:

“Die gute Dynamik zu Beginn des Jahres wurde durch die ersten Konsequenzen der Covid-19-Epidemie gestoppt.”

Im ersten Quartal habe das Unternehmen einen Rückgang der Spieler-Einsätze um 5 % auf 4,1 Milliarden Euro beobachtet. Die Umsätze seien um 1 % auf 511 Millionen Euro gesunken.

Seit Beginn der Ausgangssperre am 16. März seien die Einsätze um fast 60 % zurückgegangen. Dies sei insbesondere auf das Lotterie-Spiel Amigo zurückzuführen, welches vollständig aus dem Programm genommen worden sei, um Menschenansammlungen vor den FDJ-Lotto-Terminals zu vermeiden.

Sportwetten seien aufgrund der Absage von Sportveranstaltungen um fast 95 % eingebrochen.

Sparplan soll Verluste kompensieren

Zur Kompensierung der Umsatzverluste habe die FDJ einen Sparplan für das restliche Jahr 2020 beschlossen. Dieser sehe Einsparungen in Höhe von 80 Millionen Euro vor, was mehr als 10 % der jährlichen Fixkosten entspreche.

Darüber hinaus sei geplant, die für den 30. Juni angesetzte Auszahlung der Dividende um 30 % auf 0,45 Euro pro Aktie zu reduzieren.

3 Millionen Masken für FDJ-Verkaufsstellen

Weiterhin plane das Unternehmen zum Schutz seiner Mitarbeiter die kostenlose Verteilung von fast 3 Millionen Schutzmasken an die 30.000 Verkaufsstellen im Land.

Am 13. April hatte Präsident Emmanuel Macron in seiner Fernsehansprache angekündigt, die Ausgangssperre im Land bis zum 11. Mai zu verlängern und anschließend schrittweise zu lockern.

Wie Premierminister Édouard Philippe am Sonntag angekündigt hat, sei eine Maskenpflicht in Frankreich ab dem 11. Mai wahrscheinlich. Diese soll zwar zunächst nur für öffentliche Verkehrsmittel gelten, könnte jedoch auf wiedereröffnende Geschäfte ausgeweitet werden.

Die Finanzsituation der Française des Jeux, die im November 2019 privatisiert wurde, sei trotz der Corona-Krise stabil. Daher sei es nicht nötig gewesen, staatliche Finanzhilfen in Anspruch zu nehmen.

Das Unternehmen verfüge über Reserven in Höhe von 800 Millionen Euro. Eine schrittweise Erholung von der Krise sei demnach ab Mitte Mai zu erwarten.