William Hill schließt drei Online-Casinos

Veröffentlicht am: 26. November 2021, 12:03 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 26. November 2021, 12:04 Uhr.

Der britische Glücksspiel-Betreiber William Hill hat die Schließung der Online-Casino-Plattformen EuroGrand, 21 Nova und William Hill Casino Club angekündigt. Die strategische Entscheidung sei das Ergebnis einer Markenbewertung des Unternehmens. Dies teilte William Hill diese Woche seinen Partnerunternehmen in einer E-Mail mit.

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William Hill schließt die Online-Casinos EuroGrand, 21 Nova und William Hill Casino Club. (Bild: Casino.org)

In allen drei Online-Casinos würden ab dem 29. November keine neuen Kunden mehr akzeptiert. Die endgültige Schließung der Webseiten sei für den 24. Januar 2022 vorgesehen. Bis zu diesem Tag könnten die Kunden noch das Spieleangebot nutzen oder ihr Geld abheben.

Weiter heißt es in der E-Mail:

Nach einer Phase der Überprüfung haben wir die strategische Entscheidung getroffen, uns auf unsere Marken William Hill und Mr Green zu konzentrieren. Seien Sie versichert, es gibt keine Pläne, unser Portfolio weiter zu straffen, und wir bleiben unseren Kernmarken treu. […] Wir bitten Sie, alle Aktionen von EuroGrand, William Hill Casino Club und 21Nova mit sofortiger Wirkung zu entfernen.

Fokus liegt auf Mr Green

Mit der Schließung der drei Online-Casino-Webseiten geht eine Ära dem Ende entgegen. EuroGrand und 21 Nova gingen bereits im Jahre 2006 online, drei Jahre später folge William Hill Casino Club.

Das Hauptaugenmerk werde künftig auf der Marke Mr Green liegen. Das Online-Casino wurde im Jahre 2007 in Malta gegründet und von William Hill im Jahre 2019 für 242 Mio. GBP übernommen. Mr Green ist heute eine der größten Online-Glücksspiel-Plattformen in Europa. William Hill werde zudem seine Marken Redbet, 11.lv, Bertil und Mama Mia Bingo auch weiterhin betreiben.

William Hill erwirtschaftete im Jahr 2020 1,76 Mrd. USD. 61 % der Umsätze seien von den Online-Geschäften generiert worden, während die terrestrischen Standorte 26 % erwirtschaftet hätten.

Die Einnahmen des Glücksspiel-Konzerns in Großbritannien hätten mit 64 % den Löwenanteil ausgemacht. 13 % seien aus den USA und die übrigen 23 % aus anderen internationalen Märkten gekommen.

Turbulente Zeiten für William Hill

Zweimal wechselte der Glücksspiel-Konzern in den vergangenen 15 Monaten seinen Besitzer. Das traditionelle britische Wettunternehmen wurde zuerst von Caesars Entertainment übernommen.

Caesars hatte jedoch kein Interesse an den Märkten außerhalb der USA und stellte alle Non-US-Assets zum Verkauf, darunter 1.400 Wettbüros in Großbritannien. An Interessenten mangelte es nicht. Vielmehr wurde eine wahre Bieterschlacht zwischen Apollo Global, Betsson und Kindred ausgetragen.

Auch der Investment-Konzern Blackstone äußerte kurzzeitig sein Interesse. Am Ende machte die in Gibraltar ansässige Online-Glücksspielgruppe 888 Holdings [Seite auf Englisch] das Rennen und bot 2,75 Mrd. USD für William Hill.