Welcher Golfprofi schnappt sich heute den 15 Mio. US-Dollar schweren Jackpot?

Veröffentlicht am: 25. August 2019, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 24. August 2019, 11:40 Uhr.

Vier Golfspieler haben beim Finale der PGA-Saison 2018/19 derzeit beste Chancen auf den Triumph beim prestigeträchtigen und lukrativen Turnier. Neben dem Titel gibt es für den Sieger dort 15 Millionen US-Dollar zu gewinnen.

Rory McIlroy Golf
Rory McIlroy zählt auch heute zu den Favoriten (Bild: Wikipedia/Cem0030)

Am Samstag trennten die vier Erstplatzierten vor einer Regenunterbrechung lediglich zwei Schläge. Derzeit führt Justin Thomas mit 12 unter Par vor Boris Koepka und Xander Schauffele mit jeweils 11 unter Par. Mit nur einem weiteren Schlag Rückstand liegen auch Paul Casey und Chaz Reavie in aussichtsreicher Position, um am letzten Tag noch einmal anzugreifen.

Angesichts der hohen Gewinnsumme ist es kein Wunder, dass der im Finale der PGA (Professional Golfers’ Association) ausgespielte FedEx-Cup den weltweit größten Jackpot enthält, der an einen Golfprofi ausgeschüttet wird. Seit Donnerstag kämpfen 30 der besten Golfprofis der vergangenen PGA-Saison um die Megasumme, die in dieser Höhe zum ersten Mal verteilt wird.

Zahltag für die Teilnehmer

Erhielt der letztjährige Sieger Tiger noch 1,62 Millionen von den insgesamt 9 Millionen US-Dollar aus dem Jackpot, wurde die Gewinnsumme 2019 erheblich gesteigert: Heute stehen für die Golfprofis insgesamt 60 Millionen US-Dollar auf dem Spiel, von denen allein der neue Champion ein Viertel erhält.

Doch auch die hinter dem siegreichen Champion liegenden Spieler werden nicht leer ausgehen: So erhalten die Zweit-, Dritt- und Viertplatzierten 5, 4 und 3 Millionen US-Dollar und sogar auf Platz 8 werden noch 1,1 Millionen US-Dollar verteilt.

Für die Teilnahme an dem lukrativen Finale mussten sich die Spieler bei zwei vorangehenden Turnieren unter den Top-30 platzieren. An Nummer eins wurde Justin Thomas aus den USA gesetzt, der das letzte Qualifikationsturnier gewann. Wie stark die Dominanz der US-Amerikaner ist, zeigt sich am Teilnehmerfeld, in dem die 19 US-Spieler das mit Abstand größte Kontingent stellen.

Vor Beginn des Finales wurden die Leistungen aus den beiden Vorlauf-Turnieren honoriert, indem die Spieler Bonuspunkte gutgeschrieben bekamen. Justin Thomas erhielt mit zehn Punkten die höchste Anzahl und führte das Feld mit zehn unter Par an. Ihm folgen Patrick Cantlay mit acht und Brooks Koepka mit sieben unter Par. Bis auf den geteilten 21. Rang erhielten die Spieler Bonuspunkte, während die Golfer am Schluss des Feldes mit ausgeglichener Punktezahl ins Rennen gingen.

Eine Besonderheit dieses Turniers ist, dass es im Gegensatz zu anderen Wettbewerben nach zwei der vier Runden keinen Cut gibt, nach dem der schlechtere Teil des Teilnehmerfeldes die Heimreise antreten muss. Deshalb sind alle gestarteten Spieler auch am letzten Tag noch im Rennen. Damit stand schon vor Beginn fest, dass auch der schlechteste Teilnehmer noch 395.000 US-Dollar verdient: So hoch liegt das Preisgeld für den 30. Platz.

Auch bei den Wettbüros liegen die Top-3 vorn: Am Samstag führte dort Rory McIlroy mit einer Quote von 1:3,10 knapp vor seinen beiden Konkurrenten Justin Thomas und Boris Koepka, die auf Quoten von 1:3,25 und 1:3,50 eingeschätzt werden. Für einen Sieg des aktuell auf Rang vier liegenden Xander Schauffele setzen die Buchmacher 1:7,50.

Finale ohne den Superstar

Das diesjährige Finale findet ohne seinen Superstar statt. Der lange verletzte Tiger Woods hatte in diesem Jahr mit seinem insgesamt fünften Sieg beim legendären Masters in Augusta ein sensationelles Comeback gefeiert. Allerdings verpasste der 44-Jährige die Qualifikation für die Tour Championship, da er bei den Entscheidungsturnieren nicht über einen 42. Platz hinauskam.

Nach der missglückten Qualifikation äußerte sich Tiger Woods gegenüber den Medien über seinen Triumph 2018 und das Turnier:

“Es war für mich ein ganz besonderer Moment und es wäre schön gewesen, dorthin zurückzukehren. Aber ich werde mir die Jungs im Fernsehen ansehen.”

Deutsche Spieler konnten sich nicht für das Finale qualifizieren. Für den deutschen Golfprofi Martin Kaymer gab es unter der Woche trotzdem eine gute Nachricht, denn er erhielt trotz nicht ausreichender Ergebnisse eine Ausnahmegenehmigung zur Teilnahme an der PGA-Tour im kommenden Jahr. Vielleicht schafft er es zum nächsten Saisonabschluss, mit den Besten der Welt um das große Geld mitzuspielen.