US-Glücksspiel­verband warnt vor illegalen Spiel­automaten

Veröffentlicht am: 20. April 2021, 12:19 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 20. April 2021, 12:47 Uhr.

Der US-Glücksspielverband American Gaming Association (AGA) weist in einer Veröffentlichung vom Montag auf die Gefahr illegaler Spielautomaten hin. Da die Geräte nicht ausreichend getestet und lizenziert seien, genügten sie keinen der von der Glücksspielbranche aufgestellten Standards und gefährdeten den Spielerschutz, so die AGA [Seite auf Englisch].

Spielautomat
Die AGA fordert einen stärkeren Kampf gegen illegale Spielautomaten. (Bild: Flickr/Hatters, Lizenz: CC BY-NC 2.0)

Die AGA stützt ihre Warnung auf ein “Skilled at Deception” (deutsch: “Erfahren im Täuschen”) genanntes Whitepaper, das die Organisation ebenfalls am Montag veröffentlichte. Darin seien die Auswirkungen der nicht-lizenzierten Automaten untersucht worden.

Mangelhafter Spielerschutz

Die Initiatoren der Studie bemängeln, dass der unkontrollierte Betrieb der landesweit verbreiteten Slots dazu führe, den Spielerschutz massiv zu untergraben. Gleichzeitig seien die nicht legitimierten Aufsteller nicht ausreichend im Umgang mit Spielern ausgebildet.

Die illegalen Automaten würden laut AGA mit einer Vielzahl krimineller Aktivitäten in Verbindung gebracht. Dies hätten Razzien gegen illegale Spielautomaten in der jüngsten Vergangenheit gezeigt. Dabei sei von Ermittlern festgestellt worden, dass die Betreiber häufig auch in Drogenhandel, Bandenaktivitäten und Gewaltverbrechen verwickelt seien. Darüber hinaus stehe das illegale Spiel mit mehreren großen Familien aus der organisierten Kriminalität in direkter Verbindung.

Viele der Automatenaufsteller nähmen es zudem mit den Grundsätzen des verantwortungsvollen Spiels nicht so genau. Deshalb bestehe die Gefahr, dass auch Minderjährige oder Problemspieler Zutritt zu den Geräten erhielten.

Forderung nach stärkerer Verfolgung

Um dem illegalen Treiben ein Ende zu setzen, sollten Polizeibehörden und Gerichte die bestehenden Ermittlungs- und Sanktionsmöglichkeiten umfassend ausschöpfen, fordert der Verband.

Zugleich seien die Inhaber von Unterhaltungsgeschäften wie Bars und Restaurants gefragt. Sie müssten aktiv gegen das Aufstellen der Spielautomaten vorgehen und diese aus ihren Räumlichkeiten entfernen.

Verantwortliche aus der Politik bestätigten den Verfassern der Studie gegenüber die Gefahr, die von den Geräten für die Gesellschaft ausgehe. So erklärte Arizonas Generalstaatsanwalt Mark Brnovich:

Die Geschichte hat uns gelehrt, dass unreguliertes Glücksspiel eine Reihe von rechtlichen und sozialen Bedenken aufwirft und letztendlich das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Sicherheit und Integrität der gesamten Glücksspielbranche untergräbt.

AGA-Vizepräsidentin Jessica Feil betonte zudem die Vorteile in Bezug auf Spielerschutz und Steuerabgaben, die die legale Automatenwirtschaft den Regionen bringe. Der zu verzeichnenden Zunahme illegaler Angebote müsse ein Ende gesetzt werden. Das zeigten die Resultate der nun veröffentlichten Studie ganz ausdrücklich.