Gaming auf Twitch: Teenager verjubelt 20.000 USD der Eltern

Veröffentlicht am: 20. Juli 2020, 11:27 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 20. Juli 2020, 11:28 Uhr.

Ein jugendlicher Fan des Online-Videospiels Fortnite soll zwischen dem 14. und 30. Juni die Ersparnisse seiner Eltern in Höhe von knapp 20.000 USD auf der Amazon-Streaming-Plattform Twitch ausgegeben haben. Dies schrieb die Mutter des Teenagers im Internet-Forum Reddit [Seite auf Englisch] am Freitag.

Fortnite Videospiel, Logo
Teenager spendet 20.000 USD der Eltern auf Twitch. (Bild: flickr.com, BagoGames)

Die Mutter, die zum Schutz der Anonymität ihres Sohnes anonym bleiben möchte, teilte in ihrem Post mit, dass die Gelder für Abonnements und Spenden an beliebte Fortnite-Twitch-Streamer wie Tfue, Gorb und Ewokttv geflossen seien.

Weiterhin habe der Teenager Gelder an Kurt Benkert, Call of Duty: Modern Warfare-Streamer und Quarterback des Football-Teams Atlanta Falcons, sowie an den NBA-Spieler und Warzone-Streamer Meyers Leonard überwiesen.

Keine Reaktion von Amazon und Twitch

Die Frau habe sich per E-Mail an den CEO von Twitch sowie an Amazon gewandt, nachdem sie die Transaktionen entdeckt habe. Sie habe aber noch keine Antwort erhalten. In ihrem Post bittet sie die Gaming-Community um Hilfe:

Mein minderjähriges Kind hat fast 20.000 US-Dollar mit einer Debitkarte für Abonnements und Spenden ausgegeben und meine Bankkonten ohne mein Wissen oder meine Erlaubnis leergeräumt. Jahrelange Ersparnisse waren in 17 Tagen verschwunden. Keine Antwort vom Kundendienst nach mehr als 2 Wochen, keine Antwort auf zertifizierte E-Mails an den CEO oder die Amazon Rechtsabteilung. Weiß jemand, ob ich dieses Geld zurückbekomme oder wie ich eine Antwort bekomme?

20k in donations by minor in 17 days from Twitch

Die Streamer Benkert und Leonard sollen die gespendeten Beträge inzwischen freiwillig zurückerstattet haben.

Ist das Geld verloren?

Es stellt sich die Frage, wie der Teenager an das Geld der Eltern kommen konnte. Nach Angaben der Mutter sei der Junge in Besitz einer Prepaid-Debitkarte, um sich davon sein Schulessen zu kaufen.

Allerdings soll er die Zugangsdaten für das Online-Banking-Konto der Eltern gekannt haben. Auf diese Weise habe er das Geld von den elterlichen Konten auf seine Debit-Karte überweisen können.

Da die Mutter nur alle zwei Wochen ihren Kontostand überprüfe, sei es bereits zu spät gewesen. Sie führte aus:

Ich habe meine Bank kontaktiert, nachdem ich herausgefunden hatte, dass alle unsere Konten eingefroren sind und seine Debitkarte storniert wurde.

Die Bank sei nach Angaben der Frau nicht in der Lage gewesen, die Transaktionen rückgängig zu machen. Ein Großteil des Geldes könnte möglicherweise verloren sein. Letztendlich sei sie für die Situation selbst verantwortlich, kommentierte die Mutter. Sie wolle nun herausfinden, warum ihr Sohn dies getan habe.