Tennis-Star Serena Williams distanziert sich vom Glücksspiel

Veröffentlicht am: 7. Juni 2021, 11:53 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 7. Juni 2021, 11:53 Uhr.

Die US-amerikanische Tennisspielerin Serena Williams hat sich am Freitag gegen Glücksspiel ausgesprochen. In einer Pressekonferenz nach ihrem Drittrunden-Sieg gegen Danielle Collins sagte Williams, dass sich Wetten nicht mit den Prinzipien ihrer Erziehung vereinbaren ließen.

Serena Williams bei Roland Garros Open
Serena Williams ist bei den French Open 2021 im Achtelfinale ausgeschieden. (Quelle: 2ème tour Roland Garros 2013 : Serena Williams (…) by Yann Caradec, licensed under CC BY-SA 2.0)

Die 23-fache Grand-Slam-Siegerin erklärte:

Generell, mit den Überzeugungen, die ich habe, wette ich nicht. Ich glaube nicht daran. Es steht dem entgegen, womit ich aufgewachsen bin (…).

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Williams in den Medien vom Glücksspiel distanziert hat. Nachdem im Jahre 2016 Gerüchte über mutmaßlichen Wettbetrug im Spitzentennis in den Nachrichten zirkulierten, sagte Williams, dass sie nichts über Wetten, Spielmanipulationen und Korruption in ihrem Sport wisse.

Wettskandal erschüttert French Open

Williams Äußerungen kamen am selben Tag, an dem die russische Tennisspielerin Yana Sizikova in Paris wegen einer mutmaßlichen Spielmanipulation festgenommen wurde. Die 26-Jährige, die sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß befindet, soll bei den French Open 2020 ein Match beim Doppelwettbewerb der Damen manipuliert haben.

Das Ausmaß des Wettbetrugs im Tennis war bereits im Jahre 2019 Thema einer Reportage der Zeitschrift Tennis Magazin. Dem Beitrag zufolge käme Betrug beim Tennis auch in der Weltspitze vor. Laut Insidern fingen Manipulationsversuche ab Platz 50 der Weltrangliste an.

Konkret ginge es um eine Erstrunden-Partie vom 30. September 2020, bei der die Rumäninnen Andreea Mitu und Patricia Maria Tig gegen Sizikova und ihre US-amerikanische Doppelpartnerin Madison Brengle antraten, berichtet das Sportnachrichtenportal Eurosport.

Der Betrugsverdacht bezieht sich auf ein Aufschlagspiel im fünften Spiel des zweiten Satzes. Sizikova habe dabei vorsätzlich zwei Doppelfehler verursacht und ihren Gegnerinnen damit zum Sieg (6:7, 4:6) verholfen, so der Vorwurf.

Mehrere Wettanbieter hätten besonders hohe Einsätze auf diesen Spielverlauf im zweiten Satz verzeichnet. Die Folge seien Ermittlungen der französischen Strafverfolgungsbehörden gewesen. Sizikovas französischer Anwalt Frederic Belo erklärte Medien gegenüber, dass seine Mandantin von den Betrugsvorwürfen geschockt sei und alle Anschuldigungen bestreite.

Wie die BBC berichtet, verfolge die Pariser Staatsanwaltschaft die Russin nicht nur wegen Betrugs- und Korruptionsverdachts, sondern auch wegen mutmaßlicher Bandenmitgliedschaft.

Sollten sich die Vorwürfe erhärten und Sizikova vor einem französischen Gericht verurteilt werden, drohe ihr eine hohe Geldstrafe oder eine mehrjährige Haftstrafe.