Schweizer Thomas Hofmann gewinnt WPTDeepStacks Berlin Main Event

Veröffentlicht am: 16. Januar 2019, 04:29 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 16. Januar 2019, 04:46 Uhr.

Thomas Hofmann aus der Schweiz hat das Main Event der WPTDeepStacks Berlin 2019 gewonnen. Für seinen Sieg im No-Limit Hold´em-Turnier erhielt der Spieler nach einem Deal ein Preisgeld von 115.230 Euro.

WPT
Die WPTDeepStack-Serie machte wieder in Berlin halt. (Quelle: Flickr/WPT)

Das Main Event mit einem Buy-In von 1.200 Euro fand vom 11. bis zum 14. Januar 2019 in der Spielbank Berlin am Potsdamer Platz statt. 645 Teilnehmer genierten einen Preispool von 688.215 Euro.

Diese Spieler waren am Finaltisch mit von der Partie

Der Finaltisch des Main Events der WPTDeepStacks Berlin war in diesem Jahr nicht mit den großen Namen der Pokerwelt besetzt, versprach aber dennoch jede Menge Action.

Die WPTDeepStacks-Serie ist ein Turnierpokerformat der World Poker Tour (WPT). Die World Poker Tour (Link auf Englisch) wurde im Jahre 2002 gegründet und zählt neben der World Series of Poker (WSOP) zu den wichtigsten und prestigeträchtigsten Pokerturnierveranstaltungen der Welt.

Die WPT offeriert aktuell acht verschiedene Turnierreihen. Die WPTDeepStacks zeichnet sich im Gegensatz zu anderen World Poker Tour-Formaten durch niedrige Buy-ins aus. Für die Teilnahme an Events der WPTDeepStacks Berlin wurden in diesem Jahr Startgelder zwischen 66 Euro und 2.200 Euro veranschlagt.

Es fanden insgesamt 16 Satellites und Hauptturniere statt.

Einige Spieler, die am Final Table Platz nahmen, waren Kennern der europäischen Turnierpokerszene durchaus ein Begriff.

Einer dieser Spieler war Sebastian Trisch. Der Deutsche gewann in seiner Karriere bereits mehr als 100.000 Dollar in Turnierpreisgeldern und ist auch auf internationalem Parkett kein unbeschriebenes Blatt.

Gleiches gilt für den Schweizer Thomas Hofmann, der in seiner Pokerlaufbahn mehr als 800.000 Dollar in Preisgeldern gewann. Hofmann machte sich durch seinen 2.Platz im „Little One for One Drop“-Turnier während der World Series of Poker Europe 2017 (WSOPE) einen Namen. Sein bis dahin größter Cash bescherte dem Eidgenossen 105.532 Euro.

Eldaras Rafijevas
Der 2. Platz ging an Eldaras Rafijevas. (Quelle: Flickr/WPT)

Ein weiterer erfolgreicher Pokerspieler am Finaltisch der WPTDeepStack Berlin war Wojciech Wyrebski. Der Pole kam bei der World Series of Poker Europe 2018 im tschechischen Rozvadov dreimal in die Geldränge und belegte im „Colossus“-Event der WSOPE 2018 den 2.Platz, der mit einem Preisgeld von 125.966 Euro belohnt wurde.

In die Reihen der europaweit bekannten Turnierpokerspieler, die den Weg nach Berlin fanden, reihte sich auch Alecandru Cinca ein. Der Rumäne gewann in seiner Karriere mehr als 170.000 Dollar in Turnierpreisgeldern. Sein größter Cash waren 44.100 Euro für den 2. Platz im Hyper Turbo-Event der European Poker Tour in Barcelona 2018.

Die Action am Finaltisch

Die Besetzung des Final Table mit Stammspielern europäischer Großturniere ließ weniger erfahrenen Pokerspielern kaum Raum zum Manövrieren.

Dies musste auch Brian Cornell merken. Der Deutsche riskierte im Level 27 vor dem Flop mit T-T all seine Chips und unterlag im Coinflip-Duell gegen Wojciech Wyrebskis A-K. Für Platz 9 durfte sich Cornell über ein Preisgeld von 12.560 Euro freuen.

Die zweite Elimination des Tages traf im Level 29 Thorsten Fleischhut, der aus früher Position seine letzten 4 Big Blinds mit Q-5 in die Mitte schob. Unglücklicherweise konnte sich die Hand auf Flop, Turn und River nicht gegen A-Q von Andreas Mitsch verbessern, sodass Fleischhut auf Platz 8 seinen Hut nehmen musste.

Als nächster Spieler musste Wojciech Wyrebski die Heimreise antreten. Nachdem Eldaras Rafijevas aus Litauen vor dem Flop erhöhte und Wyrebski im Big Blind eine 3-Bet gesetzt hatte, sahen beide Spieler einen Flop von 7c-Tc-9s.

Wyrebski setzte 500.000 Chips und Rafijevas ging All-in. Der Pole zeigte Q-Q, der Litauer A-T.

Hofmann Eladaras
Thomas Hofmann (links) und Eldaras Rafijevas nach dem Heads-up. (Quelle: Flickr/WPT)

Rafijevas brauchte nun Hilfe in Form einer Zehn oder eines Asses. Diese kam am River, als der Dealer ein weiteres Ass vom Kartenstapel umdrehte. Damit war Wyrebski unglücklich auf Platz 7 ausgeschieden.

Platz 6 und Platz 5 belegten am Montag Andreas Mitsch und Alexandru Cinca. Mitsch musste sich mit K-J gegen Thomas Hofmanns 9-9 verabschieden, Cinca zog mit 6-6 gegen A-T von Eldaras Rafijevas den Kürzeren.

Der 4. Platz ging im WPTDeepstack Main Event an Sebastian Trisch. Der Deutsche ging mit seinen letzten 900.000 Chips All-in und wurde von Patrick Kubat gecallt. Trischs T-5 konnte sich auf dem Board allerdings nicht gegen Kubats K-Q durchsetzen.

Kein Glück für die Deutschen

Nach einer kurzen Pause war es dann der Berliner Lokalmatador Kubat, der seine verbleibenden 2.000.000 Chips vom Button mit A-6 setze und von Eldaras Rafijevas mit 9-9 gecallt wurde. Auch in diesem Fall hielt die bessere Preflop-Hand und dass Turnier war für Kubat beendet.

Im Heads-up standen sich nun Eldaras Rafijevas und Thomas Hofmann gegenüber. Nach einigen Geplänkeln ging Rafijevas in der letzten Hand des Turniers mit 3-3 gegen Hofmanns A-J ins Rennen. Der Schweizer traf am Flop sofort ein Ass und eliminierte Rafijevas als letzten Konkurrenten. Für Platz 2 erhielt der Litauer ein Preisgeld von 83.720 Euro.

Auch der diesjährige Berlin-Stopp der WPTDeepStack-Tour war ein voller Erfolg mit hohen Teilnehmerzahlen und spannenden Events. Berliner Pokerspieler dürfen sich schon jetzt auf eine Fortsetzung des Formats im nächsten Jahr freuen.