Poker-Profi Markku Koplimaa siegt im EPT Barcelona National Event

Veröffentlicht am: 26. August 2019, 11:25 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 26. August 2019, 05:09 Uhr.

Der estnische Poker-Profi Markku Koplimaa hat am Sonntag das European Poker Tour (EPT) Barcelona National Event gewonnen. Der 33-Jährige erhielt für seinen Sieg im No Limit Hold`em-Turnier ein Preisgeld in Höhe von 585.500 Euro.

Die Fassade des Casino Barcelona
Die EPT Barcelona findet auch in diesem Jahr im Casino Barcelona statt. (Quelle: flickr/Jorge Franganillo)

Bei einem Buy-in von 1.100 Euro und einem Rekord-Teilnehmerfeld von 4.682 Spielern verdiente der in der Online-Poker-Szene als „markovitsus“ bekannte Turnierspezialist das mehr als 532-Fache seines Einsatzes und katapultierte sich auf Platz 1 der estnischen All-Time-Money-List.

Die Finaltisch-Resultate des EPT Barcelona National Event

1. Markku Koplimaa – Estland – 585.500 Euro

2. Adam Hendrix – USA – 346.500 Euro

3. Eldaras Rafijevas – Litauen – 263.200 Euro

4. Matias Arosuo – Finnland – 212.100 Euro

5. Barry McGovern – Irland – 168.100 Euro

6. Jose Quintas – Portugal – 129.100 Euro

7. Jai Saha – Großbritannien – 95.100 Euro

8. Lawrence Whyte – USA – 67.500 Euro

9. Jose Prieto Pulido – Spanien – 54.670 Euro

Keine leichte Partie

Obgleich Koplimaa den Finaltag des EPT Barcelona National Event als Chipleader begann und als Champion beendete, war sein Sieg kein Selbstläufer.

Vielmehr hatte es der Poker-Pro am Finaltisch unter anderem mit starken Konkurrenten wie dem Litauer Eldaras Rafijevas und dem US-Amerikaner Adam Hendrix zu tun, die in ihrer Karriere bereits viele Erfolge vorzuweisen haben.

Rafijevas belegte zuletzt im Januar 2019 beim WPTDeepStacks Berlin Main Event den 2. Platz. Adam Hendrix sicherte sich im vergangenen Juni bei der The Wynn Poker Classic in Las Vegas den 1. Platz beim 1.100 US-Dollar (ca. 1.000 Euro) No Limit Hold`em-Event.

Mit von der Partie war auch der Portugiese Jose Quintas, der in der portugiesischen All-Time-Money-List derzeit auf Platz 10 steht und schon seit Jahren bei Poker-Events auf der iberischen Halbinsel zu den regelmäßigen Teilnehmern gehört.

So lief die Poker-Action am Tag 4

Nach einem Redraw begann die Poker-Action am Sonntag mit sechs verbleibenden Finalisten. Den aggressivsten Start machte Eldaras Rafijevas, der mit 77 Big-Blinds in den Tag ging und im Chip-Ranking nur knapp hinter Markku Koplimaa (78 Big-Blinds) rangierte.

Markku Koplimaa am Pokertisch
Markku Koplimaa holte sich den Sieg im EPT Barcelona National Event. (Quelle: PokerStars.com)

Er involvierte sich gleich zu Beginn in drei große Pötte, die ihn rund die Hälfte seines Stacks kosteten. Allein ein knappes Drittel seiner 40 Millionen Chips gab Rafijevas im Level 36 gegen Barry McGovern aus Irland ab, der als einer der Short-Stacks an den Tisch kam, jedoch eine spannende Aufholjagd hinlegte.

Nachdem der Chipleader von Tag 2 nicht nur Rafijevas eine Vielzahl seiner Chips abgenommen hatte, sorgte der Ire für die erste Elimination des Tages. Sein 8c-8s hielt gegen Jose Quintas 5s-5d und bescherte ihm 8.6 Millionen Chips.

Von da an schien McGovern beinahe unaufhaltbar. Er spielte zahlreiche Pötte und baute seinen Stack zwischenzeitlich auf über 30 Millionen Chips aus. Dass sich das Blatt schnell wenden kann, bekam McGovern jedoch in Blind-Level 38 zu spüren. Nachdem Adam Hendrix vor dem Flop mit Ah-Ts seine letzten 16.2 Millionen Chips in die Mitte schob, callte McGovern mit Ac-Kc. Auf einem Board von Jh-Tc-4s-8h-Th war „Big Slick“ allerdings nicht genug, um Hendrix aus dem Turnier werfen zu können.

Koplimaas Siegeszug beginnt

Seine letzte Hand am Final Table des EPT Barcelona National Event sollte Barry McGovern gegen den Chipleader Markku Koplimaa spielen. Nach einem Preflop-Raise mit Ad-9s und einem Call von Koplimaa mit 7d-6c, sahen beide Spieler einen Flop von Ac-7c-3c. McGovern spielte nun 2.5 Millionen Chips an, die Koplimaa erneut callte.

Adam Hendrix am Pokertisch
Adam Hendrix hatte im Heads-Up das Nachsehen.
(Quelle: flickr/WPT)

Die 6s fiel am Turn und gab dem Esten das Two-Pair, der nun auch McGoverns All-in in Höhe von 17.75 Millionen Chips callte. Der River brachte keine Verbesserung für den Iren und ließ den Traum von der EPT-Trophäe platzen.

Markku Koplimaa hingegen nutzte seine neugewonnenen Chips, um Druck auf die Konkurrenz auszuüben. Er schien beinahe jede Hand zu gewinnen und eliminierte nur wenig später Matias Arosuo aus Finnland. Geschick und ein Quäntchen Glück bewies er zudem gegen Eldaras Rafijevas, der seine verbleibenden 10.27 Millionen Chips mit Ks-Kh gegen Koplimaas As-5d einbüßte.

In das folgende Heads-Up ging Koplimaa mit einem massiven 3-1 Chiplead. Die Kürze des Duells überraschte jedoch. Nach weniger als nur 10 Minuten ging Hendrix mit Kc-5s All-in und Koplimaa callte mit 8d-8c. Das Board von 8h-7h-5h-Th-Tc brachte das Full-House und krönte den Esten zum ersten Gewinner der diesjährigen EPT Barcelona.