Tierwohl für britische Pferdesportfans von hoher Bedeutung
Posted on: 05/09/2025, 02:57h.
Last updated on: 04/09/2025, 07:03h.
- Im britischen Pferdesport rangiert das Tierwohl nach Aussage der Fans an erster Stelle.
- Laut Studie des Pferdesportverbands haben zwei Drittel der Britten Interesse an den Rennen.
- BHA will das Rennerlebnis und nachhaltige Strukturen stärken.
Wenn es um das Tierwohl im britischen Pferdesport geht, haben Fans klare Vorstellungen. Eine Studie des Pferdesportverbands British Horseracing Authority (BHA) förderte nun zutage, dass die Befragten das Thema als kritischsten Punkt bei Betrachtung des Sports sehen.

Um die Stimmung in Großbritannien gegenüber dem Pferdesport zu testen, brachte die BHA das Project Beacon [Seite auf Englisch] an den Start. In der großangelegten Studie wurden über 7.500 Erwachsene im Land befragt.
Dabei stellte sich heraus, dass insgesamt gut 25 Millionen Briten dem Pferdesport gegenüber grundsätzlich keine Aversion heben. Unter diesen Personen befinden sich zu je einem Drittel potenzielle Interessenten und Menschen, die die Rennen mehr oder weniger verfolgen.
Das letzte Drittel setzt sich laut BHA aus den richtigen Fans zusammen. Darunter fallen 23 % (5,9 Millionen Erwachsene), die großes Interesse an dem Sport haben. Für weitere 10 % (2,4 Millionen) stellen Pferderennen die wichtigste Sportart dar.
Insgesamt hat der Verband 9 Millionen Briten als Kernzielgruppe ausgemacht. Diese gelte es zu halten, da sie dem Sport bereits wichtige Unterstützung und Stabilität verleihe.
Risiken für den Sport
Zugleich benennt das Projekt Risiken für den Pferdesport. Dazu zählt besonders die Sorge um das Wohl der Tiere, die unter den gelegentlichen Zuschauern oder Nicht-Fans besonders ausgeprägt ist. Insgesamt 27 % sehen dies als Grund, der gegen den Pferdesport spricht.
Weitere 25 % vermissen die emotionale Bindung zu dem Sport, während 19 % kritisieren, dass lediglich die großen Events von Interesse seien. Weitere 17 % sind der Ansicht, dass es dem Sport an prominenten und zugkräftigen Persönlichkeiten fehlt.
Die BHA betont, dass an diesen Schwachstellen gearbeitet werden müsse. Zugleich gehe es darum, den Fans einen erlebnisorientierten, nachhaltigen Rennsport zu bieten. Zur Umsetzung erklärt der Verband:
Um dies voranzutreiben, wird derzeit ein Projektbüro namens „Project Beacon“ eingerichtet. Seine Aufgabe wird es sein, die Arbeit innerhalb der Branche zu koordinieren, klare Prioritäten zu setzen und sicherzustellen, dass die Ressourcen in die richtigen Bereiche fließen.
Dies sei ein wichtiger Bestandteil einer umfassenderen Überprüfung von Marketing und Governance, um die Zukunftsfähigkeit des britischen Pferdesports zu sichern. Dafür müssten neben den bestehenden Fans künftig neue hinzugewonnen werden. Dies hat sich die BHA zum Ziel gesetzt.
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