UN präsentiert Strategie gegen Spielmanipulation im Sport
Posted on: 03/09/2025, 03:20h.
Last updated on: 02/09/2025, 11:24h.
- Die UN will verstärkt gegen Spielmanipulation im Sport vorgehen.
- Vor den Großevents Olympische Spiele und Fußball-WM wird neue Strategie vorstellt.
- Vereinte Nationen setzen auf stärkere Kooperation von Behörden und Verbänden.
Im kommenden Jahr findet in Nordamerika die Fußball-WM statt, zwei Jahre später die Olympischen Spiele in Los Angeles. Anlässlich dieser beiden Großereignisse wollen die Vereinten Nationen den Kampf gegen Wettbetrug und Match-Fixing intensivieren. Dazu stellte die UN nun ihre Strategie gegen Spielmanipulation im Sport vor.

Veröffentlicht wurde das Strategiepapier von dem United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC). Darin geht es um die Bekämpfung der Korruption im Sport und für die Sicherung von dessen Integrität.
Um dies zu erreichen, setzt die Organisation auf eine intensivere Kooperation von staatlichen Verfolgungsbehörden und Sportverbänden. Durch eine stärke Kommunikation soll der Austausch von Informationen gestärkt werden, um Betrugsversuche schneller zu identifizieren.
Das UNODC erklärt zu den neuen Leitlinien:
Ein globales Ziel ist die Entwicklung von Mechanismen (wie Task Forces, Plattformen, spezialisierten Einheiten und Einrichtungen) zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden und/oder Antikorruptionsstellen und Sportorganisationen, um Korruption und andere Formen von Kriminalität und damit verbundenes Fehlverhalten im Sport zu bekämpfen.
Neben dem globalen Austausch sollen auch die nationalen Anstrengungen intensiviert werden. Aus Sicht der Vereinten Nationen ist es nötig, den organisatorisch und technisch hochgerüsteten Betrügern auf Länderebene effektiv entgegenzutreten.
Buchmacher im Fokus
Darüber hinaus fordert die UN, dass Sportwetten-Anbieter ihre Aktivitäten besser überwachen sollen. Auf diese Weise könnte es gelingen, verdächtige Aktivitäten im Wettbereich früher zu erkennen und diesen zu begegnen.
Im Fall der Olympischen Spiele geht es zudem konkret um eine engere Zusammenarbeit der Behörden von Kanada, Mexiko und den USA. Inwieweit dies gelingt, ist zumindest fraglich. So hat die umstrittene Handels- und Außenpolitik der USA zu erheblichen Verstimmungen in den beiden Nachbarländern geführt.
Die UN ist mit ihrer Warnung vor Wettbetrug nicht allein. Die IBIA meldete zuletzt erneut wachsende Risiken für Wettbetrug und Match-Fixing.
Davon ist besonders der Fußball betroffen. Obwohl die dort gemeldeten Fälle aus unteren Ligen oder kleinen Ländern stammen, sieht die UN die Gefahr des Betrugs auf höherer Ebene. Ein Wettskandal bei der Fußball-WM oder den Olympischen Spielen dürfte dem Ansehen des Sports erheblich schaden.
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