Niederlande starten Test für CRUKS-Glücksspiel-Register

Veröffentlicht am: 14. Dezember 2020, 12:31 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 28. Dezember 2020, 04:49 Uhr.

In den Niederlanden beginnt heute der Test des Glücksspiel-Registers Centraal Register Uitsluiting Kansspelen (CRUKS). Dieses soll Spielern die Möglichkeit geben, sich für landbasierte Casinos und Spielhallen oder für die Teilnahme am Online-Glücksspiel sperren zu lassen.

Spielkarten Würfel Chips
CRUKS soll Spieler in den Niederlanden schützen (Bild: Pixabay/ToNic)

Die Glücksspielkommission Kansspelautoriteit (KSA) gab nun weitere Details zu dem Verfahren bekannt. Gleichzeitig rief sie sämtliche lizenzierten Glücksspielbetreiber auf, sich an dem Test zu beteiligen. Das gelte auch für die, die sich im kommenden Genehmigungsverfahren um eine Lizenz bewerben möchten.

Verbindliche Teilnahme für alle Spieler

Künftig müssen sich alle Niederländer, die online oder offline am Glücksspiel teilnehmen möchten, zuvor einmalig mit ihrer persönlichen Identifikationsnummer und weiteren Daten in der DigiD-Datenbank anmelden. Diese Datenbank wird in dem Land bereits für andere Online-Services der Behörden genutzt.

Wer keinen Zugang via DigiD besitzt, muss demnach von Mitarbeitern der KSA [Seite auf Englisch] manuell angemeldet werden. Ausländischen Spielern soll die Möglichkeit gegeben werden, sich mit ihrem Personalausweis zu authentifizieren.

Mithilfe der Daten soll das System für jede Person einen „CRUKS-Code“ erstellen, sobald diese sich erstmals in einem Online-Casino registriert oder Zutritt zu einem landbasierten Glücksspielangebot erhalten möchte.

Zugleich werden die Informationen mit bereits gesperrten Spielern abgeglichen. Falls es zu einer Übereinstimmung kommt, wird dem Betroffenen die Teilnahme verweigert. Anbieter müssen den CRUKS-Code sodann speichern und bei jedem Zutritt erneut mit der Sperrliste abgleichen.

Der unter der Aufsicht der Glücksspielkommission ablaufende Test erfolgt im Vorfeld der geplanten Neuregulierung des Glücksspiels in den Niederlanden. Der Start des Lizenzierungsverfahrens für Anbieter hatte ursprünglich am 1. Januar 2021 erfolgen sollen. Er wurde Corona-bedingt allerdings auf den 1. März des kommenden Jahres verschoben.

Bei dem Test gehe es insbesondere darum, die technischen Abläufe zu prüfen, damit CRUKS im kommenden Jahr störungsfrei eingeführt werden könne. Mithilfe des Systems will die KSA gefährdete Spieler besser vor Spielsucht und anderen negativen Folgen des Glücksspiels schützen.

Zum Start des CRUKS-Tests wies die KSA die Glücksspielunternehmen darauf hin, dass sie die Integration des Registers in ihre Angebote bis 1. September 2021 sicherstellen müssen. Am 1. März hingegen soll nach Willen von Regierung und KSA das neue Glücksspielgesetz in Kraft treten.