Missbrauch persönlicher Daten bei illegalen Anbietern in Niederlanden
Posted on: 20/08/2025, 09:20h.
Last updated on: 20/08/2025, 11:27h.
- Studie warnt in den Niederlanden vor Missbrauch persönlicher Daten bei illegalen Anbietern.
- Nicht lizenziertes Online-Glücksspiel reicht die Daten an andere Unternehmen weiter.
- Verstöße gegen Regeln zur Gestaltung von Nutzungsbestimmungen.
Auch in den Niederlanden ist illegales Online-Glücksspiel weit verbreitet. Nun warnt ein Verband vor den möglichen negativen Auswirkungen für Kunden. Laut Keurmerk Verantwoorde Affiliates (KVA) registrierte eine Studie den wiederholten Missbrauch persönlicher Daten bei illegalen Anbietern.

Der KVA untersuchte für seine Studie eine Reihe nicht lizenzierter Betreiber. Dafür registrierten sich die Tester bei sechs Online-Marken.
Für die Auswahl suchten die Verbandsmitglieder nach Anbietern, die bei Online-Recherchen unter dem Begriff „Casino ohne Cruks“ [die in den Niederlanden eingesetzte Spielersperre] erschienen. Die Analyse förderte laut Verband unter anderem zutage, dass die Anbieter die Kundendaten unautorisiert an Dritte weitergeben.
Diese Praxis würde einen eindeutigen Verstoß gegen niederländisches Recht darstellen. In den Online-Bestimmungen ist unter anderem festgelegt, dass ein Datenaustausch durch den Anbieter ohne die vorherige Zustimmung des Nutzers untersagt ist.
Nach Angaben von Netzexperten zählt Datenmissbrauch mittlerweile zu den größten Risiken für Online-Nutzer. Die illegal weitergegebenen persönlichen Informationen können zu Betrug und ID-Diebstahl führen, was für die Betroffenen erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.
Weitere Verstöße registriert
Neben dem möglichen Datenmissbrauch weist der Verband auf weitere Gefahren bei Nutzung illegalen Online-Glücksspiels hin. Dazu zählt zum einen der mangelhafte Jugendschutz. Demnach war es bei den nicht lizenzierten Anbietern leicht möglich, das geforderte Mindestalter zu umgehen.
Gleiches gilt für die Nutzung von obligatorischen oder selbstgewählten Höchstgrenzen. Diese Einsatzlimits ließen sich bei den untersuchten Online-Casinos ebenfalls problemlos ausmanövrieren.
Die getesteten Bonusregeln werden ebenfalls beanstandet. So wird zum einen bemängelt, dass diese unklar formuliert sind. Zum anderen müssen die Spieler bis zu 50 mal setzen, um in den Genuss des vollen Bonus‘ zu gelangen.
Die illegalen Betreiber eint laut KVA darüber hinaus, dass die Verwaltung von Spielerkonten nicht transparent gestaltet ist. Demnach behalten es sich die Online-Anbieter vor, die Accounts kurzfristig zu schließen.
Dies könnte unter Umständen der Fall sein, wenn Nutzer sich erzielte Gewinne auszahlen möchten. Somit besteht die Gefahr, dass Kunden trotz eines Einsatzüberschusses am Ende ohne Geld dastehen.
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