Namensklau: Sands China distanziert sich von illegaler Online-Glücksspiel-Seite

Veröffentlicht am: 15. April 2021, 12:10 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 15. April 2021, 12:17 Uhr.

Der asiatische Casino-Gigant Sands China hat sich am Mittwoch von einer illegalen Online-Glücksspielseite distanziert, die den Markennamen „Sands Macao“ gestohlen haben soll. Laut dem Branchenportal GGRAsia [Link auf Englisch] nutzten die kriminellen den Namen für ihre verbotenen Casino-Geschäfte.

Sands Macau
Das Sands Macao ist das Aushängeschild von Sands China. (Quelle: Sands Macau 2009 by WiNG, licensed under CC BY-SA 3.0)

In einem Statement teilte Sands China mit, dass alle Online-Glücksspielseiten, die den Markennamen „Sands China“ verwendeten, betrügerisch seien und sofort an die Behörden gemeldet werden sollten.

Sands China Ltd möchte klarstellen, dass die [Online-Glücksspiel] -Website mit dem Namen „Sands Macao“ (…) in keiner Weise mit dem Sands Macao-Grundstück auf der Halbinsel Macau verbunden ist, die Sands China Ltd gehört.

Der Resort-Betreiber Sands China ist eine Tochtergesellschaft der Las Vegas Sands Corp. und operiert in Macau mehrere Casinos. Dazu gehören unter anderem das Venetian Macau, das Plaza Macau und das Sands Macau. Online-Glücksspiele bietet Sands China in der Sonderverwaltungszone Macau und dem chinesischen Festland jedoch nicht an. Internet-basiertes Glücksspiel ist in den Regionen noch immer weitgehend verboten.

Sport- und Pferdewetten sind in Macau derzeit über die Webseiten Macau Jockey Club und Macau SLOT möglich. Im Zuge der Corona-Pandemie und dem Wegfall von Einnahmen aus dem terrestrischen Glücksspiel wurde in Macau aber auch eine weitreichendere Legalisierung von Online-Glücksspielen diskutiert.

Großaktion gegen illegales Online-Glücksspiel

Laut dem Newsportal Inside Asian Gaming erfolge das Statement von Sands Macau nur wenige Tage nachdem die Sicherheitsbehörden der chinesischen Provinz Guangdong umfangreiche Maßnahmen gegen illegale Online-Glücksspielbetreiber gemeldet hätten.

Berichten zufolge waren grenzübergreifende Aktionen in 966 Fällen durchgeführt worden. Dabei seien 1.034 Festnahmen erfolgt. Zudem hätten die Behörden insgesamt 836 illegale Online-Glücksspielplattformen ermittelt. Eine illegale Glücksspielseite, nach deren Betreibern noch immer gefahndet werde, sei „Sands Macao“.

Der Gruppe werde vorgeworfen, chinesische Bürger im Ausland zur Entwicklung von Online-Glücksspielen, dem Kunden-Support und der Instandhaltung der Seite rekrutiert zu haben. Außerdem habe sie Kunden geworben, um an den illegalen Aktivitäten teilzunehmen.

Die Sicherheitsbehörden von Guangdong hätten Beteiligte am illegalen Online-Glücksspiel in der vergangenen Woche dazu aufgefordert, sich bis zum 30. April zu stellen. Zuvor habe Chinas Ministerium für öffentliche Sicherheit versprochen, Nachsicht gegenüber Tätern zu zeigen, wenn diese sich freiwillig stellten.