Glücksspiel-Konzern GVC Holdings verlässt die Isle of Man

Veröffentlicht am: 9. Februar 2020, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 7. Februar 2020, 02:12 Uhr.

Der britische Glücksspiel-Konzern GVC Holdings hat in dieser Woche mitgeteilt, die Isle of Man zu verlassen. Die Aktionäre des Unternehmens, zu dem Marken wie bwin und partypoker gehören, haben während einer Generalversammlung in Gibraltar für einen Umzug des Firmensitzes nach London gestimmt.

Ein Exit-Zeichen
GVC Holdings will die Isle of Man verlassen. (Quelle: Pixabay)

GVC Holdings unterhält seit 10 Jahren seinen Sitz auf der Isle of Man (Link auf Englisch) und profitiert am Standort von günstigen Bedingungen wie niedrigen Steuersätzen. Dennoch müsse das Unternehmen den Schritt wagen, um die Flexibilität in Management-Kontrollfunktionen zu gewährleisten, wie es aus dem Unternehmen heißt.

Bereits im vergangenen Monat hatte GVC Holdings angekündigt, über einen Umzug von der Isle of Man abstimmen zu lassen. Im Rahmen des geplanten Vorhabens sagte GVC Holdings Medien-Leiter Jay Dossetter im Januar:

„Der Hauptgrund für diesen Schritt liegt darin, dass wir gemäß der aktuellen Satzung und der Steuerresidenz des Konzerns keine Verwaltungsratssitzungen oder Hauptversammlungen im Vereinigten Königreich abhalten können (…). Die vorgeschlagene Änderung wird uns die Möglichkeit geben, Sitzungen des Verwaltungsrats und der Verwaltungsratsausschüsse in Großbritannien abzuhalten, wodurch die Komplexität des Betriebs verringert und die Führung verbessert wird, was wiederum die Effizienz erhöht und die Kosten senkt. Dies bedeutet auch, dass zukünftige Aktionärsversammlungen in Großbritannien abgehalten werden können.“

Welche Folgen bringt der Umzug mit sich?

Laut Dossetter werde der Schritt keine Auswirkungen auf die Mitarbeiter von GVC Holdings haben.

Das Online-Geschäft wolle das Unternehmen weiterhin von Gibraltar aus betreiben und die landbasierten Wettbüros vom Vereinigten Königreich aus organisieren.

Auch bezüglich der Steuerlast befürchte man keine großen Veränderungen. Schon im Januar hatte GVC Holdings angemerkt, dass auf der Isle of Man keine signifikanten Steuervorzüge für die eigenen Operationen zu erkennen seien.

Exodus von der Isle of Man?

GVC-Holdings ist nicht der einzige Glücksspiel-Konzern, der derzeit den Standort Isle of Man infrage stellt. Schon im Herbst vergangenen Jahres hatte der Online-Pokerraum PokerStars angekündigt, Stellen auf der Insel streichen zu wollen.

Ob der Umzug tatsächlich keine Auswirkung auf die Belegschaft von GVC Holdings haben wird, werden die nächsten Monate zeigen.