Schon wieder illegale In­fluen­cer-Wer­bung: KSA verhängt Geld­strafen

Posted on: 01/10/2025, 04:00h. 

Last updated on: 30/09/2025, 06:01h.

  • Niederländische Influencer machten erneut Werbung für illegales Online-Glücksspiel.
  • Die KSA verhängte gegen drei Streamer Geldstrafen, die zur Bewährung ausgesetzt sind.
  • Influencer haben 48 Stunden Zeit, um anstößigen Content zu beseitigen.

Weltweit kämpfen Regulierungsbehörden gegen Online-Streamer, die verbotene Glücksspielwerbung betreiben. Dies ist auch in den Niederlanden der Fall, wo die Glücksspielbehörde erneut drei von ihnen öffentlich verwarnte. Falls die Influencer ihre Werbung für illegales Online-Glücksspiel nicht löschen, droht ihnen die Kansspelautoriteit (KSA) mit Geldstrafen in fünfstelliger Höhe.

Jetons auf Roulette-Feld
Die Streams sollen gelöscht werden (Bild: Pixabay)

Am Dienstag sprach die KSA die öffentliche Rüge aus. Sie richtet sich gegen die Influencer Stiefunspeelt, Turcos und Buurtwachtt. Ihnen allen wirft die Behörde vor, in Ihren Streams Werbung für in den Niederlanden nicht lizenzierte Anbieter von Online-Glücksspiel gemacht zu haben.

Alle drei veröffentlichten laut KSA auf ihren Kanälen Streams, in denen sie bei den illegalen Betreibern zockten. Dies ist laut niederländischem Glücksspielgesetz verboten und wird mit entsprechenden Sanktionen verfolgt.

Die KSA erklärte zur Begründung ihres rigiden Vorgehens:

Die Verhängung der Zwangsstrafen ist eine Folge der zuvor angekündigten Maßnahmen der KSA, strenger gegen Influencer vorzugehen. Da Influencer oft eine besonders junge und damit gefährdete Zielgruppe ansprechen, ist es von großer Bedeutung, diesen Inhalten entgegenzuwirken.

Bei den drei Streamern kommt nach Angaben der Behörde erschwerend hinzu, dass sie ihre Follower aktiv zum Spiel auf den illegalen Seiten aufforderten. Dies geschah, obwohl sie von den staatlichen Aufsehern zuvor aufgefordert worden waren, dies zu unterlassen.

Geldstrafen für Wiederholungstäter

Aufgrund der wiederholten Weigerung, der behördlichen Aufforderung nachzukommen, sah sich die KSA zur Verhängung der Zwangsstrafe genötigt. Den Influencern bleiben nun 48 Stunden Zeit, um die kompromittierenden Clips von ihren Social-Media-Kanälen zu entfernen. Darüber hinaus wird den Streamern verboten, künftig ähnliche Formen der Glücksspielwerbung zu posten.

Falls die YouTuber gegen diese Aufforderungen verstoßen, droht die Behörde:

Geschieht dies dennoch, wird gegen den Influencer, der den Verstoß begeht, eine Zwangsstrafe von 25.000 Euro pro Verstoß verhängt, mit einem Höchstbetrag von 75.000 Euro.

Die Behörde kündigte an, die Branche weiterhin genau auf mögliche Verstöße hin zu überwachen. Ein KSA-Sprecher betonte, dass junge Menschen vor der Werbung für illegales Glücksspiel durch Influencer geschützt werden müssten.

Sollten diese nicht auf die Aufforderung zur Entfernung von Inhalten reagieren, habe dies Konsequenzen für sie. Darüber hinaus werde sich die Behörde an die Technologieplattformen wenden. Diese müssten dann dafür sorgen, dass die Inhalte rasch offline gehen.