Rück­schlag für Jay-Z: Casino-Pläne abgelehnt

Posted on: 18/09/2025, 08:40h. 

Last updated on: 18/09/2025, 08:40h.

  • Rap-Mogul Jay-Z hat für seine Casino-Pläne in New York eine Absage erhalten.
  • Das milliardenschwere Projekt wurde von einer Bezirksversammlung abgelehnt.
  • Gemeinschaftsprojekt von Caesars Entertainment und Jay-Zs Roc Nation damit vor dem Aus.

Im Big Apple wird die Anzahl der aussichtsreichen Bewerber für den Bau eines Glücksspielprojekts immer kleiner. Nun erwischte es auch ein Gemeinschaftsprojekt von Caesars Entertainment und Roc Nation. Damit stehen die Casino-Pläne von Musikstar und Unternehmer Jay-Z vor dem Aus.

Hochhaus in New York
Kein Casino am Times Square? (Bild: Caesars Entertainment)

Die für den Times Square im Herzen von Manhattan zuständige Bezirksversammlung torpedierte am Mittwoch die ambitionierten Planungen. Demnach wollte Jay-Z mit seiner Firma Roc Nation in der Nähe des ikonischen Ortes ein gigantisches Casino-Resort realisieren.

Das mit Kosten von über 5 Mrd. USD veranschlagte Mega-Projekt sollte neben Hotel- und Entertainment-Einrichtungen über einen großen Casino-Floor verfügen. Dieser sollte unter Regie des Glücksspielkonzerns Caesars Entertainment geführt werden.

Versammlung von Bewohnern und Unternehmern erhebt Veto

Für die Genehmigung eines solchen Projekts ist die Zustimmung der lokalen Instanzen erforderlich. Diese erteilten der Idee nun eine Absage.

Die aus Vertretern von lokalen Unternehmern zusammengesetzte Versammlung stimmte mehrheitlich gegen die Casino-Pläne. Ausschlaggebend dafür waren Befürchtungen um die Zukunft der weltberühmten Theaterlandschaft der Gegend.

Jason Laks, Präsident der Interessenvertretung Broadway League, brachte die Stimmung auf den Punkt:

Dies war eine Abstimmung zum Schutz der Magie des Broadway für die hunderttausend New Yorker, deren Lebensunterhalt davon abhängt, und für die Millionen Menschen aus aller Welt, die hierherkommen, um diese Magie zu erleben.

Ein Casino könne überall gebaut werden, „aber der Broadway lebt nur hier“, so der Unternehmer. Mit dem Votum stellen sich die Vertreter gegen die Meinung anderer Politiker, Unternehmer und von Gewerkschaften.

Diese hatten auf die Schaffung zusätzlicher Jobs und den Zustrom von mehr Besuchern durch das Casino gehofft. Zudem hatten die Interessenten angekündigt, 250 Mio. USD in die soziale Infrastruktur der Gegend zu investieren.

Bei den abgelehnten Bewerbern herrscht Fassungslosigkeit. Stellvertretend für diese erklärte Marc Holliday, CEO des Projektentwicklers SL Green, gegenüber den Ratsvertretern:

Das war ein jämmerlicher Akt der Feigheit, eine völlige Missachtung aller Menschen, die davon profitiert hätten.

Wütend rief er den Ausschussmitgliedern ein „lauft weg und versteckt euch“ hinterher. Der bekannte Prediger Al Sharpton, der sich zuvor ebenfalls für das Casino-Projekt eingesetzt hatte, kritisierte das Abstimmungsergebnis ebenfalls heftig.

Dieses halte „die historisch weiße Kontrolle über die Unterhaltungsbranche am Times Square aufrecht“, so der wortgewaltige Kirchenmann. Durch das Votum schrumpft die Zahl der Bewerber weiter.