Polizei stoppt illegales Glücksspiel in deutschen Hinterzimmern

Veröffentlicht am: 23. Februar 2021, 02:15 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 23. Februar 2021, 02:16 Uhr.

In den vergangenen Tagen ist es in mehreren Städten Deutschlands zu Polizeieinsätzen wegen illegalen Glücksspiels gekommen. Trotz Corona häufen sich derzeit die Berichte über geheime Glücksspiel-Treffen in deutschen Hinterzimmern. Zwischen Donnerstag und Sonntag beendete die Polizei Spielrunden in Köln, Duisburg, Hagen, Nürnberg und Bremerhaven.

Person in Handschellen Festnahme Polizeiauto
Polizeieinsätze wegen illegaler Glücksspiel-Treffen in mehreren deutschen Städten (Bild: Pixabay)

Am Freitag berichtete die Zeitung Express über einen Polizeieinsatz im Kölner Stadtteil Meschenich. Die Polizei sei am Donnerstagabend den Hinweisen von Zeugen nachgegangen und habe mit einem Durchsuchungsbeschluss die Wohnung eines 65-jährigen Mannes betreten.

In der Wohnung hätten sich sieben Besucher, zwei Frauen und fünf Männer, in „illustrer Gesellschaft“ eingefunden. Eine der Personen sei ein 23-jähriger Mann ohne Aufenthaltsgenehmigung gewesen. Bei der Durchsuchung habe er Drogen bei sich gehabt. Die Polizei habe ihn daraufhin festgenommen.

Anlass für das Zusammentreffen sei mutmaßlich das Glücksspiel gewesen. So hätten sich zwei nicht registrierte Geldspielgeräte in der Wohnung befunden. Gegen den Wohnungsinhaber werde daher wegen Veranstaltung illegalen Glücksspiels ermittelt.

Gaststätten-Glücksspiel in Nürnberg und Hagen

Am Freitagabend löste die Nürnberger Polizei im Stadtteil Tafelhof eine Glücksspielrunde innerhalb eines Gastronomiebetriebes auf. Wie die Beamten gegenüber der Presse erklärten, seien sie auf die Gaststätte aufmerksam geworden, weil „ungewöhnlich viele Personen“ diese betreten hätten.

Im Untergeschoss hätten sie dann zehn Personen vorgefunden, die illegales Glücksspiel betrieben hätten. Die Polizei habe daraufhin 10.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Gegen die Beteiligten werde nun wegen unerlaubten Glücksspiels und Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz ermittelt.

Ein ähnliches Bild fand am Freitagabend auch das Ordnungsamt im nordrheinwestfälischen Hagen vor. Laut der Westfalen Post seien die Beamten auch dort auf eine Gaststätte aufmerksam geworden. Die Anwesenden hätten das Ankommen des Ordnungsamtes jedoch bemerkt und versucht, sich zu verstecken. Nachdem Klopfen und Klingeln ignoriert worden sei, hätten sich die Beamten mithilfe eines Schlüsseldienstes Zutritt verschafft. In den Räumlichkeiten seien zehn Personen und mehrere Wett- und Glücksspielautomaten aufgefunden worden.

Bremerhaven: Verdächtige hinter Vorhängen und Schränken versteckt

Ein Versteck in letzter Minute hätten am Wochenende auch illegale Glücksspieler in Bremerhaven gesucht. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hätten Polizeibeamte Medienberichten zufolge eine ehemalige Lokalität im Stadtteil Lehe aufgesucht, deren Fenster blickdicht verklebt gewesen seien.

Im Inneren hätten sich mehrere Personen an nicht genehmigten Spielautomaten und Pokertischen getummelt. Bei Eintritt der Polizei hätten einige Anwesende versucht, sich hinter Vorhängen und Schränken zu verstecken. Die Polizei habe herausgefunden, dass die illegalen Glücksspiele dort regelmäßig nach Voranmeldung ausgewählter Spieler angeboten würden.

Doppelter Schlag in Duisburg

Die Duisburger Polizei konnte am Wochenende gleich zwei illegale Glücksspiel-Versammlungen auflösen. Wie die Polizei gegenüber der Presse erklärt hat, habe sie einen anonymen Tipp erhalten. Dadurch sei es möglich gewesen, insgesamt 30 Personen beim illegalen Glücksspiel in Gesellschaft zu ertappen.

Gegen die Beteiligten werde nun wegen verbotenen Glücksspiels und mehrfachen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung ermittelt.