Illegale Glücksspielwerbung bei Miss Universe-Wahl in Thailand?
Posted on: 05/11/2025, 09:16h.
Last updated on: 05/11/2025, 09:16h.
- Die Wahl zur Miss Universe steht im Verdacht illegaler Glücksspielwerbung.
- Thailändische Behörden untersuchen verbotene Promotion für Online-Casino.
- Teilnehmerinnen sollen zu illegalen Posts gedrängt worden sein.
Wenn es um die Vermarktung von Online- oder Casino-Glücksspiel geht, kennt die Regierung von Thailand derzeit nur wenig Gnade. Das erleben derzeit auch die Organisatoren einer berühmten Misswahl. So stehen an der Wahl zur Miss Universe Beteiligte im Verdacht, zu illegaler Glücksspielwerbung animiert zu haben.

Die Anschuldigungen richten sich gegen den die Wahl zur Schönheitskönigin vor Ort ausrichtenden Verband. Demnach soll es im Vorfeld des in Bangkok ausgetragenen Events zu den illegalen Praktiken gekommen sein.
Anfang November durchsuchten thailändische Ermittlungsbehörden die Büros der Miss Universe Organisation (MUO). Sie hatten zuvor Hinweise darauf erhalten, dass Mitarbeiter Werbung für ein illegales Online-Casino organisierten.
Bei dem Glücksspielanbieter soll es sich um das Unternehmen Playtime handeln. Dies ist ein Betreiber von Online-Casinos von den Philippinen. Obwohl der Anbieter dort eine Lizenz der Glücksspielbehörde PAGCOR besitzt, sind dessen Produkte in Thailand streng verboten.
Die Razzia fand am Montag in dem Hotel statt, in dem die Organisatoren der 74. Misswahl untergebracht sind. Anstatt der Suche nach der schönsten Frau der Welt standen dabei jedoch die verbotenen Aktivitäten einzelner Mitarbeiter im Mittelpunkt.
Vor Ort sicherten die Beamten zahlreiche Beweise. Darunter befand sich auch Werbematerial des strittigen Online-Casinos.
Teilnehmerinnen zu verbotener Werbung animiert?
Einzelne Teilnehmerinnen des weltweit mit Interesse verfolgten Events sollen von den MUO-Angestellten zu dem illegalen Marketing gedrängt worden sein. Demnach sollten diese auf ihren Social-Media-Kanälen Werbung für das Online-Casinos machen. In Thailand stellt dies einen ernsten Gesetzverstoß dar.
Aufgedeckt hatte die Machenschaften das globale Organisationskomitees der Miss Universe 2025. Nachdem dieses entsprechende Hinweise erhalten hatte, informierte es die Behörden.
Zugleich stritt die Organisation jegliche Beteiligung entschieden ab. In einem Statement erklärte das Management:
Als offizieller Veranstalter der 74. Miss Universe Thailand machen wir deutlich, dass wir in keiner Weise in jegliche Form an Aktivitäten rund um Online-Casinos beteiligt sind.
Die Polizei untersucht nun einen möglichen Verstoß gegen moralische und wirtschaftliche Interessen des Königreichs. Zugleich werden Differenzen zwischen dem Weltverband und den lokalen Veranstaltern deutlich.
Während sich die übergeordnete Organisation strikt gegen Glücksspielwerbung wendet, scheint dies vor Ort nicht ganz so eng gesehen zu werden. Trotz der Vorwürfe soll die Wahl bis zu ihrem Höhepunkt am 21. November weiter durchgeführt werden.
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