Hundert­tau­sende Phi­lip­pinen für On­line-Glücks­spiel gesperrt

Posted on: 04/09/2025, 04:09h. 

Last updated on: 04/09/2025, 09:44h.

  • Auf den Philippinen sind 560.000 Personen für das Online-Glücksspiel gesperrt.
  • Überwältigender Anteil von Beamten, die nicht online spielen dürfen.
  • Hacker veröffentlichten Daten der gesperrten Spieler.

In dem asiatischen Inselreich ist das Glücksspiel streng reglementiert. Mittlerweile ist es auf den Philippinen Staatsbediensteten verboten, am Online-Glücksspiel teilzunehmen, weshalb Beamten dafür gesperrt sind.

Daten-Diagramm
Die Daten wurden von Hackern erbeutet (Bild: Pixabay/jensenart official)

Nach Angaben der Glücksspielbehörde befinden sich derzeit über 560.000 Namen auf der Sperrliste. Der weitaus größte Teil davon ist jedoch aufgrund einer staatlichen Anordnung eingetragen.

So ist es bestimmten Angehörigen des öffentlichen Dienstes seit einigen Wochen verboten, online um Geld zu spielen. Aus diesem Grund werden die Namen der Beamten zwangsläufig in die Sperrlisten eingetragen.

Zu dem verschwindend kleinen Anteil der auf Antrag in dem Sperrregister (NDRP) eingetragenen Spieler erklärte PAGCOR-VP Vina Claudette Oca:

Es gibt außerdem 1.711 gesperrte Personen im NDRP. Dabei handelt es sich um Spieler, gegen die von unseren Lizenznehmern Anträge auf Selbstausschluss, Familienausschluss oder Ausschluss gestellt wurden, die jedoch nicht unbedingt spielsüchtig oder Regierungsbeamte sind.

Oca fügt allerdings hinzu, dass die Liste derzeit noch nicht komplett sei. Damit dürfte sie sich jedoch besonders auf die im Register noch fehlenden Staatsbediensteten beziehen. Nach Fertigstellung werden Millionen von Beamten in dem System registriert sein.

Hacker erbeuteten Liste der gesperrten Personen

Die Angaben zur Liste wurden von der Glücksspielbehörde nicht ganz freiwillig publik gemacht. Zuvor hatte eine Gruppe von Hackern berichtet, sich die Daten aus dem Sperrregister angeeignet zu haben.

PAGCOR-Vertreter betonen, dass die sensiblen Daten nicht aus einem Einbruch aus der Datenbank stammen. Stattdessen sollen sie bei einem der lizenzierten Online-Betreiber erbeutet worden sein.

Online-Betreiber sind verpflichtet, die im Sperrregister vermerkten Personen vom Spiel auf ihren Websites auszuschließen. Aus diesem Grund muss bei der Anmeldung von Kunden ein automatischer Abgleich mit der bei den Anbietern gespeicherten Datenbank erfolgen.

Nach Angaben der Behörden enthält die erbeutete Datenliste Vor- und Nachnamen sowie Geburtsdatum der gesperrten Personen. Hinzukommen Name und Position der jeweils beschäftigenden Behörde.

Die Hacker verbanden ihre Attacke mit einer deutlichen Kritik an der Glücksspielbehörde. Sie ließen verlautbaren, dass die laxe Haltung der PAGCOR erst das Entstehen von Spielsucht im Land ermögliche.