Hessen geben das meiste Geld fürs Lotto aus

Veröffentlicht am: 13. März 2020, 10:35 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 13. März 2020, 10:37 Uhr.

Die Deutschen geben rund zwei Drittel ihres Einkommens für Konsumgüter, darunter auch für das Glücksspiel, aus. Die Ausgaben für Lotto-Einsätze sind dabei in Hessen besonders hoch, wie die Umsatzzahlen von LOTTO Hessen aus dem Jahr 2019 zeigen.

Lotto 6aus49, Spielschein, Lottoschein
Lotto 6aus49 war 2019 das umsatzstärkste Produkt der hessischen Lotteriegesellschaft. (Bild: Flickr/Sari Montag)

Bundesweit gaben die Deutschen im Jahr 2019 durchschnittlich 87 Euro fürs Lotto aus. Hessen jedoch führt die Statistik an. Hier lag der Pro-Kopf-Umsatz im letzten Jahr bei 104,80 Euro. Während der Bevölkerungsanteil Hessens bei 7,5 Prozent liege, betrage der Anteil des Bundeslandes am bundesweiten Gesamtumsatz 9,1 Prozent.

Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer von Lotto Hessen, betonte:

„Lotto Hessen hat sich über die Jahre zur erfolgreichsten Lottereigesellschaft im Deutschen Lotto- und Totoblock entwickelt.“

Während die bundesweiten Einsätze im Deutschen Lotto- und Totoblock 2019 auf 7,27 Mrd. Euro und somit im Vergleich zu 2018 um 1,2 Prozent gesunken sind, habe LOTTO Hessen einen Umsatzanstieg von 0,1 Prozent auf 656,9 Mio. Euro zu verzeichnen gehabt.

Lotto 6aus49 umsatzstärkstes Produkt

Am umsatzstärksten war 2019 Lotto 6aus49. Im vergangenen Jahr konnte das Produkt um 2,3 Prozent auf 284,3 Mio. Euro zulegen. Im Jahr 2018 hatten die Umsätze aus Lotto 6aus49 noch 277,9 Mio. betragen.

Lotto 6aus49 wurde in Hessen im Jahr 1956 eingeführt. Dabei war es keineswegs das erste Produkt der hessischen Lotteriegesellschaft. Die Geschichte LOTTO Hessens begann bereits im Jahr 1949 mit der Einführung der Sportwette TOTO. Mit einem Einsatz von 10 Pfennigen konnten die hessischen Spieler von 1949 bis 1954 dabei insgesamt 50 Eigenheime gewinnen.

Im Jahr 2019 setzte statistisch gerechnet jeder Hesse 45,4 Euro und damit genau einen Euro mehr als im Jahr 2018 beim Lotto 6aus49 ein.

Ins Minus gerutscht ist dagegen der Eurojackpot. Bei diesem seien die Umsätze auf 90 Mio. Euro gesunken. Im Jahr 2018 hatten diese noch 129 Mio. Euro betragen. Für die Umsatzeinbußen von rund 14,3 Prozent sei der Jackpot verantwortlich gewesen. Während 2018 insgesamt 13 Wochen lang 90 Mio. Euro im Jackpot lagen, waren es im Jahr 2019 nur vier Wochen. Gleichwohl stünde der Eurojackpot gleich nach Lotto6aus49 auf Platz zwei der umsatzstärksten Produkte.

Entscheidende Änderungen erwarte die hessische Lotteriegesellschaft im Bereich der Sportlotterie. LOTTO Hessen ist Hauptgesellschafter der Deutschen Sportlotterie, die derzeit einen vergleichsweise geringen Jahresumsatz von 2,2, Mio. Euro habe.

Noch in diesem Jahr solle der Vertrieb jedoch auf Verkaufsstellen in Bayern und Nordrhein-Westfalen erweitert werden und hier für mehr Umsätze sorgen.