Spaniens Teen­ager zu wenig über Glücks­spiel­risiken aufgeklärt?

Posted on: 11/09/2025, 02:01h. 

Last updated on: 14/09/2025, 08:31h.

  • Laut Studie kennt weniger als die Hälfte der Teenager in Spanien die Glücksspielrisiken.
  • Annähernd 20 % haben bereits mindestens einmal um Geld gespielt.
  • Bessere Aufklärung bei Gefahren von Drogen und modernen Technologien.

Auch auf der iberischen Halbinsel sind Teenager am Glücksspiel beteiligt. Obwohl das Spiel um Geld erst ab 18 legal ist, erklärten knapp 20 % der 14- bis 18-Jährigen, schon einmal mit Geld gezockt zu haben. Zugleich ist die Aufklärung über die möglichen Gefahren und Glücksspielrisiken in Spanien noch ausbaufähig. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des spanischen Sozialministeriums.

Hände halten Smartphone mit Game
Viele Jugendliche zocken (Bild: Pixabay)

Laut Studie hatten 19,8 % der befragten Teenager in Spanien schon mindestens einmal Kontakt mit irgendeiner Form des Glücksspiels. Dabei liegt der Anteil der Jungen mit 26,9 % weitaus höher als bei den Mädchen, die auf 12,6 % kommen.

Die Umfrage förderte auch das durchschnittliche Alter beim Einstieg ins Glücksspiel zutage. Dieses lag bei 13,9 Jahren.

Beachtenswert erscheint zudem, dass ein Großteil der Spielenden erklärte, auf physische Weise am Glücksspiel teilgenommen zu haben. Das steht im Gegensatz zu der ansonsten überwältigenden Online-Affinität in dieser Altersgruppe.

Höhere Aufklärungsquote bei legalen Drogen und Technologie

Die Studie wurde vom Sozialministerium durchgeführt, um die Sensibilisierung der Jugendlichen gegenüber alltäglichen Gefahren zu messen. Dabei kam heraus, dass die Heranwachsenden zu 74 % über die Risiken des Internetzeitalters aufgeklärt sind. Weitere gut 72 % wurden zudem über die negativen Auswirkungen von legalen Drogen wie Alkohol und Zigaretten aufgeklärt.

Im Vergleich zu den legalen Genussmitteln ist der Anteil der über Glücksspielrisiken informierten Schüler somit vergleichsweise gering. Dies beunruhigt auch das Ministerium, das sich in diesem Zusammenhang mehr Aufklärung für Jugendliche wünscht. Trotzdem wird die Analyse als wichtiges Instrument für künftige Präventions- und Interventionsmaßnahmen gesehen. Diese könnten dafür sorgen, bei Jugendlichen den frühen Zugang zu Glücksspielen und einem problematisches Spielverhalten zu reduzieren.

Ein Großteil der Heranwachsenden betonte, nur gelegentlich und mit geringen Einsätzen zu spielen. Dies ist laut Studie bei 62,5 % der Befragten der Fall.

Trotzdem besteht die Gefahr des Problemspiels. Die Analysten machten deutlich, dass bei 26 % der Spielenden bereits Anzeichen für ein potenziell problematisches Spielverhalten erkennbar sei. Als besonders riskant hätten sich demnach Sportwetten und Spielautomaten herausgestellt.