Bet-at-home: Erholung der Umsätze aus dem Online-Glücksspiel

Veröffentlicht am: 3. Mai 2021, 02:17 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 3. Mai 2021, 02:17 Uhr.

Der deutsche Glücksspielkonzern bet-at-home-com AG hat das erste Quartal des Geschäftsjahres 2021 mit einem leichten Umsatzrückgang beendet. Wie dem am heutigen Montag veröffentlichen Quartalsbericht zu entnehmen ist, habe das Unternehmen in Q1 2021 Brutto-Glücksspielerträge von insgesamt 30,5 Mio. Euro erwirtschaftet. Bet-at-home bezeichnet dies als einen erfolgreichen Start in das Jahr.

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Glücksspielkonzern bet-at-home spricht von erfolgreichem Start ins Jahr 2021. (Bild: bet-at-home)

Im Vergleichsquartal 2020 habe der Konzern 32,2 Mio. Euro und damit 5,5 % mehr Umsatz aus Online-Wetten und Online-Gaming generiert. Das Verhältnis der beiden Sparten habe sich dabei jedoch umgekehrt.

Während in Q1 2020 ein größerer Teil (18,6 Mio. Euro) durch Online-Gaming erzielt worden sei als durch Online-Sportwetten (13.7 Mio. Euro), hätten Online-Sportwetten in Q1 2021 mit 17,2 Mio. Euro gegenüber dem Online-Gaming (13,3 Mio. Euro) vorn gelegen.

Die bet-at-home.com AG mit Sitz in Düsseldorf wurde im Jahr 1999 gegründet und ist seit 2004 an der Frankfurter Börse notiert. Zur Unternehmensgruppe gehören Gesellschaften in Deutschland, Österreich Malta und Gibraltar. Neben mehreren Online-Glücksspiel-Lizenzen aus Malta ist bet-at-home auch in Italien und Großbritannien lizenziert. 2012 stellte zudem das Land Schleswig-Holstein dem Anbieter eine Online-Casino-Lizenz aus, die ebenso wie die anderen zu jener Zeit vergebenen Lizenzen sechs Jahre später auslief.

Die Umsätze aus Q1 2021 stellen im Vergleich zum Jahresabschluss 2020 jedoch einen etwas stärkeren Rückgang von 10 % dar. So habe der Konzern in Q4 2020 Brutto-Glücksspielerträge von 33,9 Mio. Euro verbucht.

Auch in Bezug auf seine Ganzjahresprognose zeigt sich das Unternehmen vorsichtig. So erwarte bet-at-home, das Jahr 2021 mit zwischen 106 und 118 Mio. Euro Gesamtumsatz abzuschließen. 2020 habe der Gesamtumsatz bei 126,9 Mio. Euro gelegen, 2019 bei 143,3 Mio. Euro.

Mehr Sicherheit in Bezug auf Glückspiel-Zukunft in Deutschland

Obwohl der Konzern somit noch weit von seinen früheren Erfolgen entfernt sei, gebe es positive Aussichten. Zum einen setze bet-at-home auf Wetten auf die Europameisterschaft 2021, für die bereits im ersten Quartal mit Mehrkosten von 0,8 Mio. Euro kräftig die Werbetrommel gerührt worden sei.

Zum anderen gebe die Liberalisierung des Online-Glücksspiel-Marktes in Deutschland Anlass zum Optimismus. Neben Online-Wetten könne bet-at-home ab Juli erstmals auch deutschlandweit Online-Spielautomaten und -Tischspiele legal anbieten.

In Bezug auf die mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag einhergehenden Restriktionen sei zwar nicht mit einem Umsatz-Boom, aber immerhin mit mehr Rechtssicherheit zu rechnen. CEO Franz Ömer erklärt:

Wenngleich die Umsetzung von Auflagen einer Übergangsphase seit dem vierten Quartal 2020 zu deutlichen Umsatzeinbußen im Segment Online-Casino […] führen, überwiegen dabei die erheblich gesteigerte Rechtssicherheit sowie die Planbarkeit der künftigen Entwicklung von bet-at-home als etabliertem Anbieter mit erheblichem Bekanntheitsgrad im Kernmarkt Deutschland.

Die strikten Übergangsbedingungen seien auch genau der Grund, warum das Unternehmen trotz des Umsatzrückganges insgesamt von einem erfolgreichen Start ins Jahr 2021 spreche.