Gauselmann UK fordert Lockdown-Exit-Strategie

Veröffentlicht am: 7. Februar 2021, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 5. Februar 2021, 04:22 Uhr.

Der britische Arm des deutschen Glücksspielkonzerns Gauselmann ruft die Regierung Großbritanniens dazu auf, die Glücksspielbranche im Hinblick auf ihre Wiedereröffnung nach dem aktuellen Lockdown zu unterstützen. Es bedürfe einer durchdachten Exit-Strategie, um etwaige Hürden aus dem Weg zu räumen und weitere Verzögerungen zu verhindern.

Exit Strategy Schild
Gauselmann UK fordert klare Exit-Strategie von der Regierung (Bild: Pikpedia, CC0)

In einem Pressestatement erklärt Sascha Blodau, der CEO von Gauselmann UK, dass es wichtig sei, bereits jetzt alle nötigen Vorbereitungen zu treffen. Für das Unternehmen sei es von größter Bedeutung, sofort wieder ins Geschäft einsteigen zu können, sobald die gesundheitlichen Daten dies zuließen.

Die Gauselmann Gruppe hat den britischen Markt im Jahr 2008 betreten, als sie den britischen Glücksspielanbieter Blueprint Gaming Ltd. erwarb. Vier Jahre später kaufte sie die englische Praesepe Group, Betreiberin von heute insgesamt 180 Adult Gaming Centres, Bingo-Hallen und Automatensalons im ganzen Land.

Dazu sei vor allem nötig, dass die Regierung sich klar äußere, was die „Risiko-Hierarchie“ im Einzelhandel anbelange. Auch die Kriterien für etwaige Einschränkungen müssten so kommuniziert werden, dass sie für die Betroffenen nachvollziehbar seien. Die Regierung solle außerdem erläutern, welche Restriktionen wann eingestellt würden und inwieweit dies mit der großflächigen Ausgabe der Impfstoffe zusammenhänge.

Darüber hinaus benötige die Branche Sicherheit in Bezug auf finanzielle Hilfen, während sie sich voraussichtlich langsam von der nunmehr knapp einjährigen Coronakrise erhole.

1 Million GBP Verlust pro Woche

Es seien vor allem klare Anweisungen nötig, welche Schritte und Maßnahmen ergriffen werden müssten, um die Spielstätten wieder sicher öffnen zu können. Gauselmann UK sei indes zuversichtlich, seinen Kunden bei Wiederkehr maximale Sicherheit bieten zu können. Blodau erläutert:

Wir leiten insgesamt 180 Spielstätten in Großbritannien und jede Woche des Lockdowns verschafft uns zirka 1 Mio. GBP Verlust. Wir haben sehr viel darüber gelernt, wie man während der Pandemie arbeitet. Ich glaube, unsere Sicherheitsprotokolle schneiden sehr gut ab im Vergleich mit anderen Unternehmen im Einzelhandel.

Gauselmann UK sei bereit, weitere Vorkehrungen zu treffen, um pünktlich mit anderen Unternehmen wiedereröffnen zu können. Im Konzern sei man bereit für eine Wiedereröffnung, um so die Wirtschaft wieder mit anzukurbeln. Es sei daher an der Zeit, dass die Regierung eine klare Ansage mache.