Schock in Las Vegas: 12 Casino-Resorts könnten für immer schließen

Veröffentlicht am: 14. August 2020, 11:28 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 14. August 2020, 01:28 Uhr.

Die wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie könnten in der US-Glücksspielmetropole Las Vegas weit schwerer ausfallen als anfänglich vermutet. Wie das Las Vegas Review-Journal [Link auf Englisch] am Donnerstag berichtet hat, blieben 12 Casino-Resorts in der Stadt auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Las Vegas bei Nacht
In Las Vegas müssen Casino-Resorts um ihre Existenz bangen. (Quelle: Pixabay)

Hierbei solle es sich um Einrichtungen der Casino-Betreiber MGM Resorts International, Caesars Entertainment Inc., Red Rock Resorts Inc. und Boyd Gaming Corp. handeln. Die Managements der Konzerne hätten im Rahmen von neuen Quartalsberichten bekanntgegeben, dass die Zukunft der Anlagen ungewiss sei.

Die Casinos von Las Vegas durften ab dem 4. Juni wiedereröffnen. Aufgrund mangelnder Besucherzahlen nutzten jedoch nicht alle Unternehmen die Gelegenheit und ließen ihre Einrichtungen geschlossen.

Casinos von Red Rock und Caesars Entertainment noch immer geschlossen

Der Casino-Konzern Red Rock hat derzeit besonders mit dem Besucherschwund in Las Vegas zu kämpfen. Nach der Aufhebung des Corona-Lockdowns seien die Einrichtungen Palms, Texas Station, Fiesta Henderson und Fiesta Rancho noch immer nicht wiedereröffnet worden.

Ob und wann der Betrieb wieder aufgenommen werden könne, sei ungewiss, so Red Rock-CEO Frank Fertitta III. Derzeit sei es noch zu früh, um eine Entscheidung darüber zu treffen. Laut dem Review-Journal habe die Auslastung der offenen Casino-Resorts der Red Rock-Gruppe zwischen April und Juni gerade einmal 54 % betragen. Im Vorjahr seien es 90 % gewesen.

Bei Caesars Entertainment blieben im Augenblick das The Cromwell, das Planet Hollywood Resort und das Rio geschlossen. In den nächsten 12 bis 18 Monaten wolle man zudem mindestens ein Casino-Resort am Las Vegas Strip verkaufen. Um welches es sich handeln soll, stehe noch nicht fest.

Zukunft von zwei MGM-Resorts ungewiss

Beim Casino-Betreiber MGM stehe gegenwärtig die Zukunft des The Mirage und des Park MGM auf dem Spiel. Zwar seien bereits andere Casino-Resorts des Konzerns geöffnet worden, die Hotelbelegungen befänden sich jedoch auf einem Niveau von 30% bis 50 %, so CEO Bill Hornbuckle.

Gegenwärtig gehe es vor allem darum, im Gespräch zu bleiben, so der Manager bei einer Quartalspräsentation vor zwei Wochen:

Wir hielten es für wichtig, die Marken am Leben zu erhalten (durch die Wiedereröffnung von Einrichtungen) und damit die Menschen zu motivieren und anzuregen, nach Las Vegas zu kommen.

Unklare Situation bei Boyd Gaming

Bei Boyd Gaming blieben noch immer die Casino-Resorts Main Street Station, die Eastside Cannery und das Eldorado Casino geschlossen.

Wann die Einrichtungen wiedereröffnen könnten, sei unklar, so Boyd-CEO Keith Smith. Sobald die Besucherzahlen in Downtown Las Vegas zunähmen, sei über eine Wiedereröffnung nachzudenken.

Bislang operiere man in geöffneten Einrichtungen mit nur 50 % der Kapazitäten.