Glücks­spiel und Ge­walt – wie You­Tube sicherer werden will

Posted on: 30/10/2025, 01:34h. 

Last updated on: 29/10/2025, 04:39h.

  • YouTube führt neue Regeln zur Verhinderung von Glücksspiel und Gewalt ein.
  • Die Plattform will Links zu unlizenzierten Gaming-Websites unterbinden.
  • Neue Regelungen treten Mitte November in Kraft.

Wenn es um den Jugendschutz oder die Darstellung kritischer Inhalte geht, steht die Video-Plattform seit Jahren in der Kritik. Um Nutzer künftig besser vor zu viel Glücksspiel und Gewalt zu schützen, führt YouTube am 17. November strengere Content-Regeln ein.

Hand hält Smartphone mit YouTube-App
Die Plattform will Inhalte stärker kontrollieren (Bild: freestocks)

Die neue Richtlinie bezieht sich speziell auf den Einsatz von Skins und NFTs in Games wie CS:GO. In der dortigen Community hat sich ein Markt für diese Inhalte entwickelt, in dem mit viel Geld spekuliert wird.

Diese handelbaren Spielgegenstände haben laut Kritikern einen deutlichen Bezug zum Glücksspiel und sollen deshalb künftig ausgeschlossen werden. Darüber hinaus sollen bspw. Streams nicht mehr zu Websites verlinken können, auf denen diese virtuellen Produkte angeboten werden.

Nur noch lizenzierte Glücksspiel-Websites

In Bezug auf die Rechtmäßigkeit der Angebote in den jeweiligen Regionen tut sich ebenfalls etwas. Laut YouTube werden nur noch Glücksspielinhalte erlaubt, wenn sie auf von Google Ads-zertifizierte Websites verweisen. Dadurch sollen Angebote ausgeschlossen werden, die den lokalen Gesetzen nicht entsprechen.

Die Plattform erklärt zu ihrer grundsätzlichen Strategie:

YouTube verschärft seinen Ansatz in Bezug auf Online-Glücksspiele und grafische Gewalt in Spielen.

Neben kompromittierendem Glücksspiel-Content ist die Darstellung von Gewalt somit ein weiterer Faktor, denn YouTube einschränken will. Hier geht es dem Medium vor allem um den Schutz der jüngeren Zielgruppe. Deshalb sollen Clips mit realistischer Darstellung von Gewalt nur noch nach einer verschärften Altersprüfung zu sehen sein.

Der Hauptansatzpunkt der neuen Richtlinie bleibt jedoch das Glücksspiel. Der YouTube-Mutterkonzern Google stellt dazu fest:

Inhalte, die Nutzer zu Online-Glücksspielseiten oder -Anwendungen weiterleiten, die nicht von Google zertifiziert sind, werden entfernt.

Die neuen Maßnahmen sind nicht die ersten Schritte dieser Art, die YouTube zur Wahrung des Verbraucherschutzes eingeleitet hat. Trotzdem gibt es noch immer viel Kritik, gerade an den Livestreams von Online-Casino-Sessions.

Diese werden vielfach bei nicht lizenzierten Anbietern wie Stake gefilmt, was die Angebote in vielen Märkten illegal macht. Es bleibt abzuwarten, inwieweit derartige Inhalte künftig von YouTube wirksam blockiert werden.