Wimbledon 2019: Wer gewinnt den Rasenklassiker in diesem Jahr?

Veröffentlicht am: 30. Juni 2019, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 2. Juli 2019, 09:11 Uhr.

Am Montag beginnt in London die Endrunde der Wimbledon Championship 2019. Das Tennis-Turnier, das bereits seit 1877 ausgetragen wird, verspricht in diesem Jahr nicht nur hochklassiges Rasentennis, sondern ein traditionell namhaftes Teilnehmerfeld.

Spieler auf Rasenplatz in Wimbledon
Das Turnier von Wimbledon ist eines der größten Tennisturnier der Welt. (Quelle: Wikipedia)

Im Herreneinzel kämpfen derzeit Novak Đoković (32) und Roger Federer (37) um die Rolle des großen Titelfavoriten. Bei den Damen starten Ashleigh Barty (23), Serena Williams (37) und die deutsche Vorjahressiegerin Angelique Kerber (31) mit den größten Gewinnchancen ins Turnier.

Alle wichtigen Fakten zur Wimbledon Championship 2019

Die Endrunde des Tennis-Turniers von Wimbledon findet in diesem Jahr vom 1. Juli 2019 bis zum 14. Juli 2019 statt. Seit dem Jahre 1877 wird die Sportveranstaltung auf dem Gelände des All England Lawn Tennis Club veranstaltet. Sie ist somit das älteste Championship-Event der Tennisgeschichte. Aufgrund seiner reichen Tradition lockt „Wimbledon“ jedes Jahr mehr als 500.000 Besucher auf die Tribünen. Beliebteste Speise beim Turnier sind Erdbeeren, die gewöhnlich mit Schlagsahne serviert werden.

So startet das Turnier für die Favoritinnen

Der Sieg im Dameneinzel könnte in diesem Jahr besonders umkämpft sein. Mit Angelique Kerber, Serena Williams und Ashleigh Barty gehen gleich drei Rasenspezialistinnen ins Rennen um die begehrte Wimbledon-Trophäe.

Zum Auftakt des Turniers muss die australische Weltranglistenerste Ashleigh Barty gegen die Chinesin Saisai Zheng (25) antreten. Zheng steht derzeit auf Platz 43 des WTA-Rankings und konnte bisher noch nicht gegen Barty gewinnen. Ein Weiterkommen der Tennis-Sensation aus Down Under ist aufgrund ihrer anhaltend starken Form wahrscheinlich.

Serena Williams auf Tennisplatz mit erhobener Faust
Serena Williams gilt als eine der Favoritinnen in Wimbledon. (Quelle: Wikipedia)

Auch Serena Williams zog mit Giulia Gatto-Monticone aus Italien (31) in der ersten Runde ein vermeintlich leichtes Los. Gatto-Monticone ist trotz ihrer langen Karriere zum ersten Mal in Wimbledon dabei und könnte angesichts ihres Erfahrungsmangels deutlich im Nachteil sein.

Zu einem deutsch-deutschen Duell kommt es zu Beginn der Wimbledon Championship 2019 zwischen Tatjana Maria (31) und Angelique Kerber. Maria belegt aktuell Platz 65 im Damen-Ranking und sollte für Kerber keine große Herausforderung sein. Kerber gewann in dieser Woche im Viertelfinale von Eastbourne gegen die Weltranglistensiebte Simona Halep (27) aus Rumänien und zog ins Halbfinale ein.

Die Buchmacher prognostizieren allen drei Spielerinnen gute Aussichten ins Viertelfinale einzuziehen, bewerten ihre Siegchancen allerdings unterschiedlich. Mit einer Quote von 6.50 ist Ashleigh Barty in den Augen der Quotenmacher im Augenblick die wahrscheinlichste Kandidatin auf einen Gesamtsieg in Wimbledon. Damit verweist sie Serena Williams (Siegquote 8.50) und Angelique Kerber (Siegquote 9.00) auf die Plätze.

So gehen die Herren ins Turnier

Englisches Herrenrasentennis kennt eigentlich nur einen Sieger: Roger Federer. Der Schweizer gewann in Wimbledon bislang achtmal und hält damit den Rekord für die meisten Siege im Turnier. Er muss in seinem ersten Spiel gegen Lloyd Harris (22) auf den Platz gehen. Der junge Südafrikaner gilt bei den Buchmachern als absoluter Underdog. Mit einer Quote von 15.50 ist er nach Ansicht der Wettanbieter schon so gut wie geschlagen.

Wimbledon-Logo mit gekreuzten Tennisschlägern
Das offizielle Wimbledon Logo (Quelle: Wikipedia)

Mitfavorit Novak Đoković erhält mit Philipp Kohlschreiber (35) eine schwerere Aufgabe. Zwar ist der Deutsche derzeit in der Weltrangliste nur auf Platz 57 gesetzt, kann jedoch seine ganze Erfahrung in die Waagschale werfen. Ernsthafte Chancen rechnen die Buchmacher Kohlschreiber allerdings nicht aus. Mit einer Quote von 10.00 schlägt er am Montag als Außenseiter auf.

Noch etwas schwerer hat es Rafael Nadal beim diesjährigen Turnier von Wimbledon. Da die Ergebnisse der Rasenturniere in diesem Jahr besonderen Einfluss auf die Setzliste hatten, wurde Nadal (obwohl Zweitplatzierter der Weltrangliste) hinter Federer gesetzt. Damit muss der Spanier in früheren Turnierphasen mit schwereren Gegnern rechnen.

Wie die Sportschau berichtete, äußerte Nadal seinen Unmut über das ungewöhnliche System gegenüber dem Fernsehsender Movistar deutlich:

“Wimbledon ist das einzige Turnier, bei dem es so gemacht wird. Ich muss das akzeptieren und kämpfen, um die Spiele zu gewinnen (…). Sie respektieren nicht den Platz, den man sich erspielt hat.”

Aktuell steht Rafael Nadal mit einer Gesamtsiegquote von 7.00 deutlich hinter Roger Federer (Siegquote 4.35) und dem Topfavoriten Novak Đoković (Siegquote 2.37).