Virtuelle Shows a la ABBA Macaus Casino-Resort-Zukunft?
Posted on: 15/09/2025, 08:58h.
Last updated on: 15/09/2025, 08:58h.
- In Macau könnten virtuelle Shows a la ABBA Voyage zur Zukunft des Entertainments werden.
- Betreiber berichten von hartem globalem Wettkampf um Weltstars.
- Shows und Unterhaltung sollen große Glücksspielabhängigkeit Macaus beenden.
Die asiatische Spielermetropole hat sich eine Abkehr von ihrer Abhängigkeit vom Glücksspiel verschrieben. Um für die benötigte Attraktivität zu sorgen, könnten virtuelle Shows wie die in London aufgeführte ABBA Voyage-Konzertreihe eine wichtige Rolle spielen.

Als Grund für die Hinwendung zu digitalen Highlights nennen Branchenexperten die wachsende Nachfrage nach bekannten Showgrößen. Las Vegas setzt seit Jahrzehnten mit Erfolg auf deren Shows. Diesen dienen den Betreibern, um Besucher in ihre Resorts und Casinos zu ziehen.
Allerdings ist die Zahl von verfügbaren Persönlichkeiten mit entsprechender Zugkraft begrenzt. Neben den Casino-Resorts von Macau wetteifern Städte und Veranstalter auf der ganzen Welt um die Talente. Diese müssen nicht aus dem Musikgeschäfts stammen. Wie Las Vegas seit Jahrzehnten beweist, ziehen Filmstars oder Magier ebenfalls.
Dazu erklärte der langjährige Sands China- und Marina Bay-Manager David Baxley:
Die Wahrheit ist, dass es nicht genug Jackie Cheungs und Bruno Mars gibt, um die Veranstaltungsorte zu füllen. (…) Auf jedem Kontinent gibt es jetzt Märkte, die es vorher nicht gab. Alle wollen dieselben Leute, um ihre Stadien zu füllen – und das ist einfach nicht möglich. Aber wir sehen dieses grundlegende Bedürfnis der Menschen, von etwas unterhalten zu werden.
Hinzukomme, dass Länder und Metropolen aus der Golfregion in den Wettbewerb eingestiegen seien. Diese finanzkräftigen Betreiber locken mit Millionengagen, die selbst für die finanziell gut ausgestatteten Glücksspielkonzerne schwer zu beantworten sind. Die Aufgabe werde deshalb auch für Casino-Betreiber immer schwieriger, bilanziert Baxley.
Hinwendung zu virtuellen Shows
Der Trend gehe deshalb zu virtuellen Shows, womit sich auch die Wirtschaft in Macau befassen müsse. Dieses Geschäft habe den unschätzbaren Vorteil, dass die digitalen Stars zeitlich unbegrenzt zur Verfügung stehen.
Auf diese Weise könnten bspw. vier bis fünf Konzerte oder Shows an einem Tag nonstop über mehrere Monate durchgeführt werden. Etwas, was in der realen Welt gerade bei Weltstars unmöglich ist.
Zu den technischen Möglichkeiten erklärte der Show-Experte:
Ehrlich gesagt ist die Technologie hinter Abba Voyage mit den neuesten Effekten im Hollywood-Stil so gut geworden, dass es sehr schwer ist, den Unterschied zwischen einer Live-Performance und einer virtuellen Darbietung zu erkennen.
Seit ihrem Start im Jahr 2022 soll die erfolgreiche Show durch den Verkauf von Tickets annähernd 300 Mio. Euro generiert haben. Doch laut Baxley hören die Möglichkeiten bei lebenden Stars nicht auf. Denkbar, wenn sicher auch kontrovers diskutiert, seien Konzerte von Legenden wie Elvis oder Michael Jackson.
Und für die jüngere Generation könnte gänzlich neue Stars virtuell erschaffen werden. Mithilfe von KI zum Leben erweckte digitale Popstars könnten künftig ihre eigenen Fangemeinden aufbauen. Bis es dazu kommt, dürften allerdings auch in Macau noch einige Jahre vergehen.
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