US-Glücksspiel-Verband: Zeichen stehen auch 2022 auf Wachstum

Veröffentlicht am: 21. April 2022, 12:24 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 21. April 2022, 01:30 Uhr.

In den USA hat das Glücksspiel im vergangenen Jahr neue Umsatzrekorde feiern können. Ein Ende des Booms ist nach Einschätzung des Glücksspiel-Verbands American Gaming Association (AGA) nicht in Sicht.

Jetons auf Roulette-Tisch
In den USA werden mit Glücksspiel wieder gute Geschäfte gemacht (Bild: Pixabay)

Am Mittwoch veröffentlichte der Verband die Ergebnisse einer vom Datenanalysten Fitch Ratings unter Branchen-Führungskräften durchgeführten Umfrage [Seite auf Englisch]. In dieser seien die Einschätzungen der CEOs in Bezug auf die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung zusammengetragen worden.

Zwei Drittel in positiver Stimmung

Demnach schätzten mit 67 % gut zwei Drittel der 24 befragten Glücksspiel-Bosse die aktuelle Lage als „gut“ ein. Dies sei gegenüber der letzten, vor einem halben Jahr durchgeführten Umfrage eine erhebliche Steigerung, als lediglich 54 % diese Aussage getroffen hätten.

AGA-Präsident Bill Miller kommentierte:

Führungskräfte aus dem Glücksspielbereich signalisieren Zuversicht in einen anhaltenden Aufschwung, der im Einklang mit der rekordverdächtigen Nachfrage nach Glücksspielen steht. Ich bin optimistisch, dass 2022 ein wirkliches Gefühl der Normalität für das Glücksspiel zurückkehren wird.

Erfreulich sei zudem, dass keiner der CEOs die Lage aktuell mit „schlecht“ eingeschätzt habe. Stattdessen gingen 42 % davon aus, dass sich die schon gute Situation weiter verbessere.

Aus diesem Grund plane ein Großteil der Befragten weitere Investitionen. In Casinos überwiege dabei der Ausbau von Hotelkapazitäten, den 54 % planten. Jeweils 33 % seien bereit, in ihr gastronomisches Angebot sowie den Sportwetten-Bereich zu investieren.

Wachstumsrisiko Inflation

Bei allem Optimismus seien jedoch auch Risiken für die weiteren Wachstumschancen angesprochen worden. Dabei sähen 75 % der CEOs die größte Gefahr in gestörten oder unterbrochenen Lieferketten. Entsprechend heißt es in dem Bericht:

Wie die Unternehmen im ganzen Land hat auch unsere Branche mit Herausforderungen in den Bereichen Lieferkette, Arbeit und Inflation zu kämpfen, die, wenn sie unkontrolliert bleiben, unser anhaltendes Wachstum und unsere wirtschaftlichen Aussichten beeinträchtigen könnten.

Die rasante Inflation sei ein weiterer limitierender Faktor, der sich negativ auf die Glücksspiel-Branche auswirken könne. 63 % der CEOs sähen die Gefahr, dass Spieler angesichts steigender Preise ihre Glücksspiel-Ausgaben senken könnten. Hinzu komme die Furcht vor inflationsbedingt steigenden Kreditzinsen

Auch ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften werde branchenweit befürchtet. Dies stelle für 54 % ein ernstes Wachstumshindernis dar. Die allgemein unsichere globale Lage sei von 46 % der Geschäftsführer als weiteres Risiko genannt worden. Diese Befürchtungen scheinen jedoch nicht so schwer zu wiegen, als dass sie die optimistische Gesamteinschätzung der Glücksspiel-Bosse ernsthaft trüben könnten.