Internationaler Krimineller wegen Sportwetten-Betrugs festgenommen

Veröffentlicht am: 20. August 2020, 02:20 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 20. August 2020, 02:20 Uhr.

Der australische Betrüger Peter Foster wurde im Rahmen von Ermittlungen zu einem millionenschweren Sportwetten-Betrug festgenommen. Wie die Zeitung The Sydney Morning Herald berichtet [Seite auf Englisch], sei der 57-Jährige heute Morgen am Strand von Port Douglas im australischen Bundesstaat Queensland aufgegriffen worden.

Polizeiwagen Queensland Australien
Der Sportwetten-Betrüger wurde von der Polizei in Queensland verhaftet (Flickr: „Queensland Police (…)“ by Highway Patrol Images, licensed under CC BY 2.0)

Ihm werde vorgeworfen, Wettkunden in Asien um ihre Wetteinsätze betrogen zu haben, indem er vorgegeben habe, über den asiatischen Anbieter Sport Predictions Wetten auf Sportveranstaltungen zu platzieren.

Statt die Wetten abzuschließen, habe Foster die Beträge an sich selbst weitergeleitet, so die Anschuldigungen.

Peter Foster ist ein international tätiger Betrüger, der Strafen in Gefängnissen weltweit verbüßt hat, darunter in Australien, Großbritannien, den USA und dem Inselstaat Vanuatu. Zu seinen Vergehen zählen insbesondere Betrug und Geldwäsche.

Zuletzt war Foster in eine Glücksspiel-Masche involviert, bei der er durch die Firma Sports Trading Club Wettkunden um Beträge zwischen 50.000 und 250.000 AUD (rund 30.000 und 150.000 Euro) betrogen hatte.

Geschädigter kontaktiert IFW Global

Die Verhaftung sei mit Unterstützung des Privatermittlers Ken Gamble von IFW Global, einem Spezialisten für Online-Kriminalität, gelungen.

IFW Global sei auf die Betrugsmasche aufmerksam geworden, als das Unternehmen einen Anruf von einem Geschädigten aus Asien erhalten habe, so Gamble:

Der Geschäftsmann glaubte, Opfer einer ausgeklügelten Betrugsmasche geworden zu sein, und bat mich, Nachforschungen anzustellen, um seinen Einsatz zurückzuerhalten.

Der Mann brachte Gamble auf die Spur des vermeintlichen Wettanbieters Sport Predictions und dessen Geschäftsführer namens „Bill Dawson“.

Bei seinen Untersuchungen sei Gamble auf Zahlungsabwicklungen über ein Finanzinstitut in Sydney gestoßen, sowie auf eine Audioaufzeichnung, in der Gamble die Stimme von „Bill Dawson“ als die von Peter Foster erkannt habe.

Nachdem IFW Global ausreichend Beweise dafür gesammelt habe, dass es sich bei „Bill Dawson“ um Peter Foster handle, habe er die Behörden in New South Wales verständigt. In der Folge habe Gamble Foster in Port Douglas aufgespürt, wo er sich nach Angaben von IFW versteckt gehalten habe.

Neben Peter Foster stehe ein weiterer Mann, ein 76-Jähriger aus Queensland, im Fokus der Ermittlungen. Die Polizei von New South Wales wolle nun die Auslieferung Fosters an die Behörden in Queensland beantragen.