NBA-Wettskandal: Liga sammelt Smartphones von Klubs ein
Posted on: 17/11/2025, 03:41h.
Last updated on: 16/11/2025, 01:50h.
- Die NBA sucht auf Smartphones aus den Vereinen nach Beweisen für den Wettskandal.
- Zehn Mitarbeiter der Los Angeles Lakers mussten Geräte abliefern.
- Liga in der Kritik wegen nachlässiger Kontrollen zu Wettaktivitäten.
In den USA ist die Aufarbeitung illegaler Wettaktivitäten rund um die größten Profiligen weiter in vollem Gange. Um die Ermittlungen zu stützen und den Wettskandal aufzuarbeiten, hat die NBA nun unter anderem zahlreiche Smartphones von Mitarbeitern der Vereine angefordert.

Die Smartphones sowie deren Chat- und Anrufprotokolle sollen der Liga dabei helfen, mehr Licht ins Dunkel rund um die Verdächtigungen zu Wettbetrug und Spielmanipulation zu bringen. Aus diesem Grund fragten die NBA-Offiziellen bei zahlreichen Vereinen nach den Daten und der Hardware an.
Im Zentrum des Interesses stehen die Los Angeles Lakers. Dabei geht es unter anderem um die Weitergabe von Insiderwissen zu Verletzungen von Superstar LeBron James. Dieses wurde vermutlich genutzt, um bei Prop-Wetten hohe Gewinne einzufahren.
Um die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft aufzuklären, beauftragte die NBA eine unabhängige Anwaltskanzlei. Ein Sprecher der NBA erklärte gegenüber US-Medien:
Wie bei solchen Untersuchungen üblich, wurden verschiedene Personen und Organisationen gebeten, Dokumente und Aufzeichnungen aufzubewahren. Alle haben voll und ganz kooperiert.
Bei den Lakers gehören prominente Offizielle zu den Personen, von denen die Herausgabe der Smartphones verlangt wurde. Unter anderem handelt es sich um Assistenztrainer Mike Mancias sowie den Verwaltungsleiter Randy Mims.
Laut Verein kooperieren sämtliche Mitarbeiter umfassend und gaben ihre Mobiltelefone freiwillig bei den Ermittlern ab. Der Klub betonte, dass gegen keinen seiner Beschäftigten derzeit Verdächtigungen und Anklagen erhoben wurden.
Kritik am Verhalten der NBA
Aufgrund des aufgeflogenen Skandals sieht sich die NBA deutlicher Kritik ausgesetzt. Nicht zuletzt deshalb untersucht der US-Kongress die Vorgänge, die den Wettskandal erst möglich machten.
Um künftig vergleichbare Betrügereien zu verhindern, plant die Liga Veränderungen bei ihren internen Prozessen. Dazu gehören Änderungen bei den Teamregeln für die Meldung des Verletzungsstatus von Spielern. Damit soll mehr Transparenz gewährleistet und zugleich verhindert werden, dass diese Informationen als Insiderwissen für Wettbetrug genutzt werden können.
Der Ausschuss von Repräsentantenhaus und Senat will nun von der Liga wissen, warum nicht eher Beweise gegen die beiden Hauptverdächtigen ans Tageslicht kamen. Zudem sollen die Betroffenen selbst nach Bekanntwerden von Anhaltspunkten noch eine Zeitlang weiter sportlich aktiv gewesen sein.
NBA-Vertreter versicherten dem Kongressausschuss, dass sie die Vorwürfe äußerst ernst nehmen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die konfiszierten Mobiltelefone zur Aufklärung beitragen können.
No comments yet