Philippinen und USA: Wie Betreiber den Spielerschutz sichern wollen
Posted on: 11/08/2025, 02:30h.
Last updated on: 08/08/2025, 12:33h.
- Anbieter von Online-Glücksspiel der Philippinen starten Spielerschutz-Allianz PlaySafe.
- Hilft die Kampagne gegen ein mögliches Verbot der Branche?
- Zukunft der Problemspiel-Hotline 1-800-GAMBLER in den USA ungewiss.
Auf den Philippinen droht dem Online-Glücksspiel das Aus, wobei unter anderem mangelnder Spielerschutz als Grund genannt wird. Um ein verantwortungsvolles Spiel im Netz zu gewährleisten, starten die Betreiber in dem asiatischen Inselstaat nun die PlaySafe-Allianz.

Die PlaySafe-Allianz soll den Spielerschutz auf den Philippinen durch eine Reihe von Standards sichern. Dabei haben sich 18 lizenzierte Online-Betreiber zusammengeschlossen, um strengere Regeln in Bereichen wie Finanztransaktionen, Verlustrisiken und Jugendschutz durchzusetzen.
Die Gründungsmitglieder erklärten in einem Statement:
In diesem Zusammenhang signalisiert die Gründung der PlaySafe Alliance ein gemeinsames Bekenntnis zu höheren Standards und mehr Verantwortlichkeit.
Zu den angedachten Maßnahmen gehören Einsatzlimits und festgelegte Pausenzeiten zwischen Online-Sessions der Spieler. Hinzukommen ein System für freiwillige Selbstausschlüsse und strenge Anforderungen an die Identifikation der Spieler. Mit diesen Vorgaben dürfte die neugebildete PlaySafe-Allianz versuchen, die Argumente der Regierung hinsichtlich mangelndem Spielerschutz auf den Philippinen zu entkräften.
Gefährdete Spielerschutz-Hotline in den USA
Probleme der ganz anderen Art erfährt der Spielerschutz derzeit in den Vereinigten Staaten. Dort ist die Zukunft der nationalen Glücksspiel-Hotline ungewiss. Die Beratung unter der Telefonnummer 1-800-GAMBLER wird von dem National Council on Problem Gambling (NCPG) betrieben.
Das NCPG ist ein Zusammenschluss von Organisationen und Unternehmen der Glücksspielbranche, die sich dem Spielerschutz verschrieben hat. Dazu zählt ein umfassendes Beratungsangebot, welches Hilfesuchenden online und per Telefon zur Verfügung gestellt wird. Da die Hotline nicht auf das NCPG, sondern das Council on Compulsive Gambling of New Jersey (CCGNJ) eingetragen ist, hat das NCPG die Nummer in der Vergangenheit von dem CCGNJ lizenziert.
Für die Übertragung überwies die landesweite Organisation seit 2022 jährlich 150.000 USD nach New Jersey. Der Nutzungsvertrag lief allerdings nach drei Jahren im Juni 2025 aus. Nachdem sich die beiden Vertragsparteien nicht über eine Verlängerung einigen konnten, setzte ein Gericht eine Schonfrist bis zum 26. August 2025 durch. Sollte es bis dahin nicht zu einer gütlichen Einigung kommen, ist ein Weiterbetrieb durch das NCPG zweifelhaft.
Die Hotline ist aufgrund ihrer Bewerbung durch große Glücksspielkonzerne, Verbände und Spielerschützer mittlerweile landesweit bekannt. Auch Sportverbände wie die NFL unterstützten die Arbeit der Hotline bereits mit Spenden in Millionenhöhe.
Laut Studien kennen über 30 % der US-Spieler das Angebot. Die Beteiligten betonen aus diesem Grund, dass eine Einstellung des Service gravierende Auswirkungen auf Problemspieler in den USA haben könnte. Derzeit scheint dessen Weiterbestand jedoch zumindest zweifelhaft.
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