Online-Glücksspiellizenzen in Niederlanden laufen Oktober 2026 aus
Posted on: 03/09/2025, 09:05h.
Last updated on: 02/09/2025, 05:30h.
- Die Online-Glücksspiellizenzen in den Niederlanden enden im Oktober 2026.
- Auch Lizenznehmer müssen sich erneut um Genehmigung bewerben.
- Glücksspielbehörde nennt neue Anforderungen.
Im Oktober 2021 wurde das Online-Glücksspiel legalisiert. Die damals verteilten Genehmigungen haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Inhaber von Lizenzen für das Online-Glücksspiel in den Niederlanden müssen sich laut KSA deshalb bald um eine neue Zulassung bemühen.

In diesem Zusammenhang betont die Kansspelautoriteit die angepassten rechtlichen Rahmenbedingungen für das Online-Spiel. Dadurch entstehen neue Verpflichtungen für alle Antragsteller, auf die die KSA nun hinweist.
Demnach muss einem Antrag ein Dokument beigefügt werden, in dem erläutert wird, wie die Anbieter die KSA rechtzeitig über wichtige Änderungen in ihrer Unternehmenspolitik informieren. Darüber hinaus soll eine Exit-Strategie vorgelegt werden. In dieser müssen Bewerber erklären, wie sie ihre Online-Angebot nach Ablauf der Lizenz auslaufen lassen.
In Bezug auf die erforderliche Zuverlässigkeit von Antragstellern erklärt die KSA:
Wenn Anbieter zum Zeitpunkt ihrer Antragstellung nicht vollstreckbaren oder vorläufig vollstreckbaren Gerichtsurteilen nachgekommen sind, steht ihre Zuverlässigkeit außer Frage. Dies ist ein Grund, eine Lizenz abzulehnen.
Außerdem müssen Anbieter dem Antrag eine umfassende Risikoanalyse über ihr Unternehmen beifügen. Auf diese Weise will die Behörde die finanzielle Zukunftsfähigkeit der Betreiber sicherstellen.
Lizenznehmer mit gesondertem Verfahren
Aktuelle Lizenznehmer müssen eine Verlängerungsgenehmigung beantragen. Dafür hat die KSA ein separates Antragsverfahren eingerichtet. Darin werden unter anderem Maßnahmen zur Suchtprävention sowie die Marketingpolitik der Firmen erneut geprüft.
Die KSA sprach in dieser Woche wegen nicht genehmigter Sportwetten eine hohe Zwangsstrafe aus. Betroffen davon ist das Unternehmen Optdeck, das den lizenzierten Online-Buchmacher Unibet betreibt. Demnach vertrieb die Sportwetten-Markte zwischen Oktober 2022 und Mai 2025 mehrfach nicht genehmigte Wettangebote. Unter anderem ging es dabei um Wetten auf Eckbälle und gelbe Karten im Fußball sowie um Wetten auf Spiele für Teilnehmer unter 21 Jahren. Trotz wiederholter Ermahnungen trat laut Behörde keine Besserung ein, weshalb sie den öffentlichen Tadel aussprach. Bei erneuter Zuwiderhandlung droht Unibet eine Geldstrafe von 75.000 Euro für jede Woche, in der ein Verstoß stattfindet. Der Höchstbetrag wurde auf 450.000 Euro festgelegt.
Anbieter, die in den vergangenen fünf Jahren durch Verstöße auffielen, müssen der Behörde im Antragsverfahren darlegen, wie sie aus den Fehlern gelernt haben. Dazu sollen sie erklären, wie sie eine Wiederholung verhindern wollen.
Die KSA betont die Bedeutung dieser Erläuterungen. Sollten die genannten Gründe als unzureichend eingeschätzt werden, kann die Lizenz verweigert werden. Alternativ kann die Behörde den betreffenden Anbietern zusätzliche Bedingungen und Einschränkungen auferlegen.
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