Philip­pinen: Mini­sterium ver­bie­tet Beam­ten das On­line-Glücks­spiel

Posted on: 13/08/2025, 10:37h. 

Last updated on: 13/08/2025, 10:37h.

  • Auf den Philippinen wurde vielen Beamten das Online-Glücksspiel untersagt.
  • Der Bann betrifft ab sofort Mitarbeiter des Innenministeriums und lokaler Behörden.
  • Vertreter lokaler Verwaltungen begrüßen die Maßnahme.

Auf den Philippinen wird von Politikern und Beamten derzeit heiß über die künftige Regulierung beim Online-Glücksspiel diskutiert. Auch ein generelles Verbot von Online-Casinos steht im Raum, welches bereits jetzt für viele Staatsbedienstete eingeführt wurde.

Philippinische Fahne
Das Verbot gilt ab sofort (Bild: Pixabay/Titus Jr0)

Am Dienstag verkündetet das Department of the Interior and Local Government (DILG) das Verbot, das mit sofortiger Wirkung gilt. Die Direktive betrifft alle Angehörigen des Innenministeriums sowie die Mitarbeiter von lokalen Behörden und Verwaltungen.

Laut Dekret Nr. 2025-082 ist den Beamten auf den Philippinen jegliche Teilnahme am Online-Glücksspiel untersagt. Betroffen sind davon neben Online-Slots auch im Internet getätigte Sportwetten.

Zur Begründung heißt es aus dem Ministerium:

Dieser Abteilung liegen Berichte vor, wonach viele Regierungsbeamte und -angestellte Online-Glücksspiele betreiben (…). Solche Handlungen beeinträchtigen die Integrität und Glaubwürdigkeit des staatlichen Dienstes.

Es bestehe das Risiko, dass Online-Glücksspielplattformen die Integrität des Berufsstands untergraben könnten. Damit stellten sie eine Gefahr für die ethischen Standards dar, die von Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes erwartet würden.

Zustimmung aus den Stadtverwaltungen

Das Verbot fand umgehend die Zustimmung von lokalen Stadtverwaltungen. Die in der League of Cities of the Philippines zusammengefassten Städte erklärten ihre Unterstützung für das Vorhaben.

Die 149 in dem Verbund zusammengeschlossenen Städte und Gemeinden erklärten, für die Durchsetzung des Verbots zu sorgen. Staatsbedienstete seien Vorbilder für die Gesellschaft und sollten ihrer Rolle auch in dieser Frage nachkommen.

Politiker begrüßten das Vorgehen des Innenministeriums ebenfalls. So erklärte der Mehrheitsführer des philippinischen Senats, Joel Villanueva, gegenüber Medien:

Mit seiner entschiedenen Haltung gegen Online-Glücksspiele schützt das DILG die Integrität des öffentlichen Dienstes und gibt anderen Behörden ein starkes Beispiel, dem sie folgen können.

Villanueva betonte, dass die Richtlinie eine Lücke in der Regulierung des Verhaltens von Beamten hinsichtlich des Glücksspiels schließen. Er forderte zugleich weitere Behörden und Verwaltungen auf, ähnliche Bestimmungen für ihre Beamten zu verabschieden.

Eventuell betrifft ein solches Verbot zudem bald die gesamte Bevölkerung des Inselstaates. In diesen Tagen diskutiert die Regierung über eine entsprechende Verordnung – derzeit mit offenem Ausgang.