2029 zwei Drittel aller Um­sätze mit mo­bi­lem Glücks­spiel

Posted on: 19/11/2025, 01:38h. 

Last updated on: 18/11/2025, 03:41h.

  • 2029 wird mobiles Glücksspiel zwei Drittel aller Umsätze ausmachen.
  • Studie sieht Mobilgeräte schon jetzt als wichtigste Gaming-Erlösquelle.
  • Smartphones bei jüngeren Spielern längst die Nummer eins.

Europaweit nimmt der Anteil des Online-Glücksspiels gegenüber dem landbasierten Spiel immer weiter zu. Ein Großteil erfolgt dabei über Mobilgeräte. Bis zum Jahr 2029 soll mobiles Glücksspiel für zwei Drittel aller Umsätze verantwortlich sein.

Mensch hält Smartphone
Die Mobilnutzung steigt weltweit an (Bild: Pixabay)

Bereits in diesem Jahr werden in Europa die meisten Sportwetten und Casinospiele mithilfe von Smartphones getätigt. Aktuellen Daten zufolge stehen sie für rund 58 % aller Einsätze der Spieler.

Für die kommenden Jahre ist ein kontinuierliches Wachstum prognostiziert. Auf diese Weise steigt der Anteil bis 2029 auf voraussichtlich 67 %. Treiber der Entwicklung sind jüngere Spieler, die grundsätzlich mobil-affiner als die älteren Zielgruppen sind.

Die britische Glücksspielbehörde veröffentlichte jüngst neue Zahlen zum Spielverhalten Jüngerer. Demnach bevorzugen mittlerweile 76 % der 18- bis 24-Jährigen ihre Mobilgeräte, wenn sie online zocken. Zum Vergleich: Bei den über 65-Jährigen ist dies lediglich bei 14 % der Fall.

Die mobilen Angebote werden in den kommenden Jahren von KI-Tools profitieren. Diese sollen neben maßgeschneiderten Produkten den Spielerschutz stärken. So können sie umgehend Alarm auslösen, sobald es Anzeichen für ein problematisches Spielverhalten gibt.

Skandinavien bei Entwicklung führend

Beim Umstieg auf mobiles Glücksspiel sind die skandinavischen Länder führend. Demnach erfolgen in Dänemark, Finnland und Schweden schon jetzt zwei Drittel aller Transaktionen beim Glücksspiel über Mobilgeräte. die Platzierung von Wetten wird in Dänemark sogar in 70 % der Fälle mobil abgewickelt.

Im Vergleich zu Nordeuropa hinken die Märkte Südeuropas der Entwicklung hinterher. Allerdings verzeichnen diese überproportionale Wachstumsraten beim mobilen Spiel. So wuchsen die Umsätze dieses Sektors in Spanien im Jahresvergleich zuletzt um über 14 %.

Deutschland nimmt in diesem Ranking nur eine der hinteren Positionen ein. Aktuell zocken die deutschen Spieler weiterhin zumeist in terrestrischen Spielstätten.

Der Online-Anteil stagniert weiterhin bei weit unter einem Drittel aller Erlöse. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass die mobile Nutzung hierzulande in keiner Weise mit Dänemark und Co. mithalten kann. Aus aktueller Sicht dürfte sich dies bis 2029 auch nicht grundlegend ändern.