Alle Macau-Casinos wegen Wirbel­sturm-War­nung geschlossen

Posted on: 24/09/2025, 08:41h. 

Last updated on: 24/09/2025, 08:41h.

  • In Macau mussten alle Casinos am Mittwoch aufgrund einer Wirbelsturm-Warnung schließen.
  • Der Taifun der Klasse 8 fegt derzeit über die Region hinweg.
  • Finanzanalysten senkten deshalb bereits ihre Prognose für die September-Umsätze.

Verheerende Taifune sind in Asien keine Seltenheit. Allerdings kommt es selten vor, dass die Casinos der Spielermetropole Macau aufgrund einer akuten Wirbelsturm-Warnung schließen müssen. Genau dies trat am Dienstag jedoch ein, als die Regierung ein entsprechendes Glücksspielverbot für die Stadt verhängte.

Radarbild von Wirbelsturm
Der Taifun zieht derzeit über Asien (Bild: Pixabay/Wikilmages)

In der vergangenen Nacht traf das als Super-Taifun eingestufte Sturmtief Ragasa auf das chinesische Festland. Bereits im Vorfeld riefen die Behörden aufgrund erwarteter Windstärken von über 117 km/h die Wirbelsturm-Warnstufe 8 aus.

Die Einstufung von 8 auf der 10-stelligen Skala führt zu weitreichenden Sicherheitsmaßnahmen und Schutzvorkehrungen in küstennahen Regionen. Aufgrund der verheerenden Auswirkungen ist davon auch das gesamte öffentliche Leben betroffen.

In den Casinos von Macau führt die umfassende Wirbelsturm-Warnung dazu, dass Beschäftigte und Gäste aus den Resorts evakuiert werden müssen. Wie andere Geschäfte mussten die Spielstätten deshalb am Dienstag um 17.00 Uhrzeit den Betrieb einstellen und schließen. Insgesamt sind in Macau mehr als eine Million Menschen von den Maßnahmen betroffen.

Da die Betreiber vorgewarnt worden waren, begannen diese im Verlauf des Dienstags mit ersten Maßnahmen. Nach Ausrufung der Warnstufe 8 wurde dann die umgehende Schließung der Etablissements in die Wege geleitet.

Mitarbeitende, die zu späteren Schichten erscheinen sollten, wurden zudem aufgerufen, vorerst zu Hause zu bleiben. Die Warnung gilt, bis der Taifun über das Gebiet gezogen ist.

Umsatzverluste durch Taifun befürchtet

Der Supersturm sorgt nicht nur bei Besuchern und Angestellten für kräftige Turbulenzen. Auch die Betreiber sehen sich den Auswirkungen ausgesetzt. Im Gegensatz zu Zeit- und Arbeitsplänen geht es bei ihnen jedoch ums ansonsten florierende Geschäft.

Aufgrund des Sturms senkten Finanzanalysten ihre Prognose für die in diesem Monat erzielten Umsätze. So geht die Citigroup anstatt der erwarteten 2,4 Mrd. nur noch von 2,3 Mrd. USD aus – also einem Minus von 100 Mio. USD bei den Bruttospielerträgen.

Trotz des prognostizierten Rückgangs würde das Ergebnis noch immer mehr als 15 % über dem des Vorjahresmonats liegen. Zudem scheinen die Weichen für erfolgreiche künftige Geschäfte bereits gestellt.

So erklärten 20 Casino-Resorts von Macau, für die bevorstehenden Feiertage ausgebucht zu sein. Während der “Goldenen Woche” Anfang Oktober dürften Hunderttausende Besucher in die Stadt strömen. Dies könnte die durch Taifun Ragasa verursacht Gästedelle schnell vergessen machen.