Wegen Casino-Schulden? Passagier springt von Kreuzfahrtschiff
Posted on: 11/09/2025, 02:39h.
Last updated on: 14/09/2025, 08:30h.
- Ein Passagier wollte sich in der Karibik offenbar seiner Casino-Schulden durch den Sprung von seinem Kreuzfahrtschiff entledigen.
- Der Mann konnte vor dem Hafen von San Juan in Puerto Rico gerettet werden.
- Ihm drohen nun Anzeigen und Geldstrafen.
Alljährlich buchen Millionen von Touristen Kreuzfahrten in der Karibik. Dass es dabei durchaus zu ungewöhnlichen Komplikationen kommen kann, zeigt nun ein Beispiel aus Porto Rico. Dort soll ein Passagier versucht haben, seinen Casino-Schulden durch einen Sprung von seinem Kreuzfahrtschiff zu entkommen. Immerhin überlebte der Mann die lebensgefährliche Aktion.

Laut Berichten von US-Medien hatte Jay Gonzalez D. eine Kreuzfahrt bei der Reederei Royal Caribbean gebucht. Demnach betrat er am 31. August im Hafen von Suan Juan in Porto Rico die Rhapsody of the Seas.
Eine Woche später kehrte das Schiff fahrplanmäßig aus Barbados zurück, als D. kurz nach 9.00 Uhr von Bord ins Wasser sprang. Zuvor soll es eine Inspektion der für Porto Rico zuständigen US-Zoll- und Grenzschutzbehörde gegeben haben.
Sprünge von den oftmals Dutzenden Metern hohen Decks der Kreuzfahrtschiffe enden oft tödlich. In diesem Fall hatte der Flüchtige Glück, denn er verlor beim Aufprall auf das Wasser nicht das Bewusstsein. Da sich der Zwischenfall in der Nähe des Hafens ereignete, waren die Retter nicht fern. Konkret handelte es sich um die beiden Fahrer zweier Jetskis, die sich zufällig in unmittelbarer Nähe befanden. Diese nahmen den Schiffbrüchigen auf und brachten ihn sicher an Land.
Kurz nach seiner Anlandung wurde D. von Beamten des Grenzschutzes befragt. Dabei stellten sie fest, dass er neben zwei Telefonen fünf Ausweise und 14.600 USD in bar bei sich hatte. Letzteres ist ein Straftatbestand in den USA
Statt Geldwäsche Casino-Schulden?
Aufgrund der fünfstelligen Summe kam zunächst der Verdacht auf, dass D. durch die Flucht versucht haben könnte, dies zu verschleiern. Nicht ohne Grund, denn Summen in dieser Höhe müssen bei der Einreise deklariert werden – was D. anscheinend nicht tat.
Bei Aufnahme der fälligen Anzeige habe der Mann erklärt, dass
… er die bei sich befindliche Währung nicht melden wollte, da er davon ausging, dass er für die Einfuhr der Währung Zollgebühren zahlen müsste.
Allerdings dürfte dies nicht der eigentliche Grund seiner spontanen Flucht gewesen sein. Auf Nachfrage erklärte die Reederei, dass D. ihr 16.710,24 USD schulde. Die Verbindlichkeiten sollen fast ausschließlich auf Verluste zurückzuführen sein, die der Mann zuvor im Casino angehäuft hatte.
Die Ermittlungen aufgrund des Finanzverstoßes dauern an. Im Falle einer Verurteilung droht D. eine Geldstrafe von 250.000 USD. Immerhin kam er nach Zahlung einer Kaution vorerst wieder frei.
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