Britische Re­gie­rung lehnt Ver­bot von Wind­hund­rennen weiter ab

Posted on: 04/11/2025, 04:40h. 

Last updated on: 04/11/2025, 11:16h.

  • In Großbritannien wird es weiter kein Verbot von Windhundrennen geben.
  • Von einem landesweiten Aus wären Tausende Jobs betroffen.
  • Laut Tierschützern gibt es alljährlich Hunderte tote Tiere.

Unter der aktuellen britischen Regierung ist weiter kein generelles Verbot von Windhundrennen in Sicht. Die Behörden bekräftigten ihre Ablehnung einer Beendigung der traditionsreichen Rennen. Tierschutzorganisationen kritisieren seit Jahren das ihrer Ansicht nach mangelnde Tierwohl in der Branche.

Windhundrennen
Die Rennen werden nicht verboten (Bild: Pixabay)

Als Begründung ihrer Ablehnung des Verbots führen Offizielle diverse Gründe an. Zum einen handele es sich bei den Rennen um kulturell bedeutende Veranstaltungen.

Zum anderen sei die Branche gut reguliert, sodass Gesetzesverstöße verhindert werden. So bleibe der Tierschutz dank des Tierschutzgesetzes von 2006 gewahrt.

In einem offiziellen Statement erklärt die Regierung:

Angesichts der Maßnahmen zur Verbesserung des Wohlergehens von Windhunden und der bestehenden Schutzvorkehrungen hält es die Regierung nicht für notwendig, Windhundrennen zu verbieten.

Hinzukommt der wirtschaftliche Faktor. Nach Angaben der Befürworter sichert die Branche über 5.000 Arbeitsplätze im ganzen Land. Das gilt insbesondere für wirtschaftlich benachteiligte Regionen.

Langjährige Kritik an den Rennen

Tatsächlich scheinen sich in den vergangenen Jahren die Bedingungen für die Tiere verbessert zu haben. Zählten Tierschützer im Jahr 2017 noch gut 1.000 tote Hunde, sank diese Zahl im vergangenen Jahr auf unter 400.

Darüber hinaus werden die Trainer inzwischen viel häufen als früher kontrolliert. Durchschnittlich dreimal jährlich werden diese nun von Beamten und Veterinären besucht und auf die Einhaltung der Regeln geprüft.

Dies reicht den Kritikern allerdings nicht aus. Vor Kurzem wurde bei der Regierung eine von über 13.000 Personen unterzeichnete öffentliche Petition eingereicht, in der ein vollständiges Verbot gefordert wird.

Im Gegensatz zu den Regierenden in London sind die Verwaltungen in anderen Ländern und Teilen Großbritanniens in Bezug auf ein Verbot bereits weiter. So wurden in Wales und Schottland bereits Strategien zur Abschaffung von Windhundrennen verabschiedet. Auch dadurch war der Druck auf die politischen Entscheidungsträger in London gewachsen, sich auf nationaler Ebene mit diesem sensiblen Thema zu befassen.

Die Unterzeichner verweisen auf Daten, wonach von 2017 bis 2023 insgesamt Tausende Windhunde starben. Zudem erlitten 31.000 Tiere teils gravierende Verletzungen auf den Rennbahnen.

Auch die Züchtung und Haltung von schätzungsweise jährlich bis zu 20.000 Hunden wird scharf kritisiert. Doch diese Argumente scheinen bisher nicht auszureichen, um die britische Regierung von einem Verbot zu überzeugen.