Florida: Hausverwalterin verspielt Hunderttausende gestohlene US-Dollar im Casino

Veröffentlicht am: 29. Januar 2020, 02:58 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 29. Januar 2020, 02:58 Uhr.

Am vergangenen Montag nahmen die Behörden von Sunny Isles im US-Bundesstaat Florida zum zweiten Mal eine 56-jährige Hausverwalterin fest. Georgina P. steht im Verdacht, an ihrem Arbeitsplatz wiederholt Summen im sechsstelligen Bereich unterschlagen zu haben. Hintergrund der Taten soll eine Spielsuchterkrankung sein.

Blick auf Küste von Florida
Die Verwalterin von Luxusanlagen in Florida verspielte Hunderttausende ihres Arbeitgebers (Quelle:flickr.com/Dinkey Hotey, licensed under CC BY-2.0)

Bis zu 400.000 USD verspielt

Bereits im vergangenen November hatten die Behörden von Sunny Isles Beach die Hausverwalterin Georgina P. festgenommen. Die Ermittlungen waren aufgenommen worden, nachdem ihr Arbeitgeber massive Fehlbeträge auf den Konten einer von P. betreuten Appartementanlage festgestellt hatte.

In einer ersten Anhörung hatte sich die Hausverwalterin „nicht schuldig“ bekannt. Seither befand sie sich gegen Kaution auf freiem Fuß. Nun ergaben weitere Prüfungen, dass sich Georgina P. wohl auch an den Konten einer zweiten Anlage vergriffen habe. In beiden Fällen habe sie die Gelder im örtlichen Miccosukee Casino verspielt. Der Schaden soll sich auf bis zu 400.000 US-Dollar belaufen.

Verteidiger Scott Kotler gab lokalen Medien gegenüber an, zu diesem Zeitpunkt noch keine Details zum Fall preisgeben zu können:

Es ist zu früh, um zu sagen, wie sich diese Fälle entwickeln werden. Sie ist eigentlich eine sehr nette Frau. Die Wurzel des Problems liegt im Spiel an Spielautomaten.

Abrechnungen nie vorgelegt

Zur Finanzierung kleinerer anfallender Zahlungen hatte ihr Arbeitgeber Georgina P. bei Jobbeginn im Jahr 2017 eine Debitkarte zur Verfügung gestellt. Der Aufforderung einer Auflistung ihrer Ausgaben sei sie jedoch nicht nachgekommen.

Erst im Oktober 2019 sei es anhand von Bankauszügen möglich gewesen, die Kontobewegungen nachzuvollziehen. Hierbei sei klar geworden, dass Georgina P. für ein Minus von mehreren Hunderttausend US-Dollar verantwortlich sei. Die Gelder habe sie im Versuch, den Diebstahl zu vertuschen, zwischen unterschiedlichen Konten ihres Arbeitgebers hin- und hergeschoben.

Das Miccosukee Casino (Seite auf Englisch) liegt in einem Resort des Ureinwohner-Stammes der Miccosukee in Süd-Florida. Neben dem Glücksspiel hält das Gelände auch einen Golf- und Country Club und ein „Indianerdorf“ bereit.

Letztendlich seien aber sukzessive bis zu 400.000 USD der Firma auf ihr eigenes Konto geflossen. Weitere Ermittlungen hatten ergeben, dass Georgina P. die abgezweigten Gelder regelmäßig an den Geldautomaten des Miccosukee Casino abgehoben und vor Ort verspielt hatte.

Derzeit befindet sich die ehemalige Hausverwalterin in Untersuchungshaft. Ein Termin für den Prozessbeginn ist noch nicht festgelegt.