Thailand stuft Greifautomaten als Glücksspiel ein
Posted on: 12/09/2025, 03:35h.
Last updated on: 11/09/2025, 06:11h.
- Die in vielen Gaming-Arkaden stehenden Greifautomaten werden in Thailand als Glücksspiel eingestuft.
- Regierung betont den Lizenzbedarf für das Aufstellen der vorzugsweise an Kinder gerichteten Automaten.
- Bei Verstößen drohen die Behörden mit Geldbußen und Haftstrafen.
Wahrscheinlich kennen Heranwachsende und Erwachsene aus aller Welt die bevorzugt in Gaming-Arkaden und an touristischen Hotspots installierten Geräte, mit denen Plüschtiere oder andere Billigartikel aus einer verschlossenen Glasbox entnommen werden müssen. Diese Greifautomaten werden von den Behörden in Thailand nun als Glücksspiel eingestuft.

Laut thailändischem Gesetz sind die besonders bei Jüngeren beliebten Geräte als Glücksspielzubehör anzusehen. Das zieht für die Aufsteller umfassende Änderungen nach sich: Künftig müssen sie sich um eine offizielle Genehmigung bemühen, ehe sie die Automaten vermarkten dürfen.
Die Regierung passte die Bestimmungen des Glücksspielgesetzes des Landes bereits entsprechend an. Dazu informierte sie die thailändische Polizei, dass Greifautomaten nun als Glücksspielgeräte eingestuft werden.
Zur Begründung erklärte sie, dass
… zwischen dem Spieler und dem Besitzer der Maschine ein Win-Lose-Verhältnis besteht.
Deshalb sei das Spielen an Greifautomaten mit Glücksspiel gleichzusetzen. Das Innenministerium forderte Polizeichefs im ganzen Land bereits dazu auf, die Benachrichtigungen an die Betreiber von Greifautomaten weiterzugeben. Auf diese Weise solle sichergestellt werden, dass diese ihre Geräte in Einkaufszentren, auf Märkten und in den Arkaden registrieren lassen.
Strafen bei Zuwiderhandlung
Im Falle von Verstößen gegen das Gebot drohen den Betreibern der Greifautomaten in Thailand rechtliche Konsequenzen. Diese können aus Geldstrafen bestehen. In schweren Fällen und bei wiederholten Delikten können allerdings auch Haftstrafen gegen die Aufsteller verhängt werden.
In Deutschland können Greifautomaten ebenfalls nicht beliebig aufgestellt werden. Laut Gesetz ist die Veranstaltung von derlei Spielen mit Gewinnmöglichkeit ein erlaubnispflichtiges Gewerbe. Diese Aktivitäten ohne behördliche Erlaubnis stellen somit eine Ordnungswidrigkeit dar.
Das Dekret erfolgt nach verstärkten Aktionen der Behörden im Südwesten des Landes. Diese hatten dort vor vier Monaten eine Vielzahl der Greifautomaten stillgelegt. Zur Begründung gaben die Beamten die hohe Exposition von Schulkindern den Geräten gegenüber an.
Die Schüler würden einen Großteil ihres Taschengeldes in die Automaten stecken und damit übermäßig dem Glücksspiel ausgesetzt sein. Die Regierung dürfte nun hoffen, dies durch das Dekret künftig landesweit einschränken zu können.
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